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Bergbau und Gewinnung

Teschnit

Englisch: teschenite

Gesteinsgruppe mit wesentlichen Bestandteilen Pyroxen, Olivin und Analcim.

Teschenite: ein olivinreiches Erstarrungesgestein mit Feldspathoid-Mineralien

Teschenite ist ein dunkles, feinkörniges Erstarrungesgestein, das hauptsächlich aus Pyroxen (normalerweise Augit), Olivin und dem Feldspathoid-Mineral Analcim besteht. Es entsteht durch langsame Abkühlung von basaltischer Magma mit kieselsäureuntersättigter Zusammensetzung, typischerweise in Gang- und Lagergangintrussionen statt in oberflächennahen Ergussstromen. Das Gestein erscheint normalerweise als dichter, dunkelgrauer bis schwarzer Körper mit einer körnigen Textur, die nur unter Vergrößerung oder im Dünnschliff sichtbar wird.

Das charakteristische Merkmal von Teschenite ist das Vorkommen von Analcim, einem Natrium-Alumosilikat-Mineral, das bei der Abkühlung von Magma mit Kieselsäuremangel relativ zu Tonerde und Alkalien kristallisiert. Dies unterscheidet ihn von Olivin-Basalten und anderen Pyroxen-Olivin-Gesteinen. Die drei Hauptminerale treten in ungefähr gleichen Mengen auf, wobei der Analcim-Gehalt erheblich variieren kann. Unter dem Mikroskop zeigen die Minerale charakteristische Formen: Olivin als gerundete Körner, Pyroxen als blockartige Kristalle und Analcim in den Zwischenräumen.

Teschenite tritt in kontinentalen Riftgebieten und innerhalb von Flutbasalt-Provinzen auf. Vorkommen in Nordeuropa, besonders in Schottland und Böhmen, lieferten die Typusexemplare, die dem Gestein seinen Namen gaben. Im Bergbau wird Teschenite selten um seiner selbst willen abgebaut; er tritt als Nebengestein auf, das Erzkörper durchschneidet, oder als Teil von alkalischen Magmatitenkomplexen mit wirtschaftlich bedeutsamen Mineralien. Sein Vorkommen zeigt magmatische Bedingungen an, unter denen sich bestimmte metallische Lagerstätten konzentrieren können.

Das Gestein trägt seinen Namen von Teschen (heute Cieszyn), einer Region an der polnisch-tschechischen Grenze, wo charakteristische Beispiele im 19. Jahrhundert erstmals beschrieben wurden. Geologen nutzen die Teschenite-Klassifizierung, um die Kristallisationsgeschichte von magmatischen Serien zu interpretieren und um Herkunft und Entwicklung basaltischer Schmelzen zu verfolgen. Bei der Geländekartierung hilft die Bestimmung von Teschenite Bergbauingenieuren und Geologen, die thermischen und chemischen Bedingungen zu verstehen, die die umgebende Mineralisierung hervorbrachten.

Teschenite ist härter und weniger verwittert als benachbarte Basalte, weil die Analcim-Kristallisation auf langsame Abkühlung und stabile Bedingungen hinweist. Allerdings macht die feldspat-arme Zusammensetzung ihn für Zuschlagstoffzwecke weniger geeignet als Gabbro. Sein Hauptwert in der Industriegeologie liegt darin, dass er als Leithorisont und Indikator für bestimmte magmatische Ereignisse in stratigraphischen Schichtenfolgen dient.

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