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Bergbau und Gewinnung

Headsman

Englisch: headsman

Arbeiter in einem Kohlebergwerk, der die Kohle aus den Abbaustellen zur Pferdestraße transportiert und häufig von einem jüngeren Arbeiter, dem sogenannten Foal, unterstützt wird.

Headsman: der Kohleträger auf der Grubensohle

Ein Headsman ist ein Arbeiter im Kohlebergbau, der die frisch abgebaute Kohle von der aktiven Flöz zur Hauptförderroute bringt, normalerweise zu einer Bahn oder Pferdeweg. Diese Zwischenstufe des Transports zwischen Abbaufront und dem primären Fördersystem der Grube ist unverzichtbar für den Ablauf der unterirdischen Gewinnung. Der Headsman leistet schwere körperliche Arbeit in beengten, oft niedrigen Flözen, manchmal kriechend, um Arbeitsbereiche zu erreichen, in denen kein Platz für größere Maschinen oder auch nur eine aufrechte Körperhaltung vorhanden ist.

Kohle wurde normalerweise in kleine hölzerne oder metallene Wannen oder Körbe geladen, die der Headsman dann über einen Nebenschacht zur Hauptförderroute zog, rollte oder trug. In tieferen oder weiter entwickelten Zechen liefen diese Wannen auf hölzernen Schienen oder Eisengleisen. Die Entfernung konnte zwischen wenigen Metern und mehreren hundert Metern liegen, je nach Aufbau der Grube und Tiefe des Kohleflözes. Auf diesem Weg musste der Headsman unebenes Gelände, niedrige Decken, Wasseransammlungen und die ständige Kohlestaub- und Luftverschmutzung der Grubenumgebung überwinden.

Das Fohlen und die Struktur der Grubenarbeit

Ein Headsman arbeitete häufig mit einem jüngeren, leichteren Arbeiter zusammen, einem sogenannten Foal (oder manchmal Hurrier oder Trapper in anderen Regionen), der bei kleineren Aufgaben half, Wetterschleusen öffnete und schloss und beim Drücken oder Ziehen der beladenen Wannen half. Diese Partnerschaft spiegelte die organisierte Hierarchie der Grubenarbeit wider, in der Erfahrung und Kraft geschätzt wurden, die Arbeit aber auch Möglichkeiten zur Ausbildung schuf. Das Verhältnis wurde gleichermaßen als Lehre wie als reine Beschäftigung verstanden.

Die Rolle des Headsman sank mit der Entwicklung der Bergbautechnik. Als Zechen tiefer und größer wurden, wurden mechanische Förderanlagen weiter in die Grube verlängert, was die Strecke verkürzte oder eliminierte, die Kohle manuell getragen werden musste. In Zechen mit engeren Flözen blieb diese Art von Arbeit aber bis weit ins zwanzigste Jahrhundert erforderlich. Die physischen Anforderungen waren enorm: Die Arbeit erforderte kontinuierliches Bücken, Heben und Kriechen in der Dunkelheit (früher nur mit Kerze oder Öllampe beleuchtet), oft bei Temperaturen weit über der Oberfläche und in Luft, die dicht mit Kohlestaub und Methan gefüllt war.

Der Begriff 'Headsman' leitet sich von der Praxis ab, dass dieser Arbeiter am Kopf des Nebenschachts stationiert war, dem Punkt, an dem die Kohle ankommt, bevor sie ihre Reise durch das Hauptfördernetzes der Grube beginnt. Regionale Varianten verwendeten unterschiedliche Begriffe: In einigen Gegenden hieß er getter's lad, front-boy oder einfach carrier. Die Arbeit wurde mit niedrigeren Sätzen bezahlt als die eines Hewers oder Getters (der Männer, die tatsächlich Kohle aus der Flöz abbauerten), galt aber als ein Aufstieg gegenüber der ungelernten Arbeit von Pit Boys oder Trappern.

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