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Landtechnik

aussetzen

Englisch: outplant

Pflanzen im Freien ausbringen, nachdem sie in einem Gewächshaus etc. gezogen wurden.

Outplanting: Verpflanzung von Setzlingen vom Schutzbereich ins Freiland

Outplanting bedeutet, junge Pflanzen aus einer kontrollierten Umgebung wie Gewächshaus, Vermehrungskammer oder Saatbeet ins Freiland oder zur endgültigen Anbaufläche zu bringen. Der Begriff kommt vor allem in Gartenbau und kommerziellem Ackerbau vor, wo Setzlinge oder Stecklinge zunächst geschützt angezogen werden, um Größe und Vitalität zu gewinnen, bevor sie Witterung und Konkurrenzdruck ausgesetzt sind. Die Verpflanzung ins Freiland markiert den Übergang von der Baumschulphase zur Produktionsfläche.

Der Zeitpunkt der Verpflanzung hängt von Kulturart, Klima und Marktanforderungen ab. Gemüsesetzlinge kommen typischerweise 4 bis 8 Wochen nach der Aussaat nach draußen, sobald sie echte Blätter und ein stabiles Wurzelsystem entwickelt haben. Baumpflanzen werden oft ein bis zwei vollständige Jahreszeiten in der Baumschule gepflegt, bevor sie verpflanzt werden. Tabaktransplantate gehen ins Feld, wenn sie eine bestimmte Höhe von üblicherweise 15 bis 20 Zentimetern erreicht haben, um mit Bodentemperatur und Bodenfeuchtigkeit abgestimmt zu sein. Zierpflanzen mehrjähriger Kulturen werden verpflanzt, wenn das Frostrisiko unter die Frosthärte der Kultur sinkt.

Handling und Abhärtung

Die Verpflanzung erfolgt nicht sofort. Pflanzen, die im diffusen Licht, stiller Luft und gleichmäßiger Feuchte eines Gewächshauses herangewachsen sind, brauchen eine Abhärtungsphase, in der sie schrittweise Wind, direkter Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen ausgesetzt werden. Diese Akklimatisierung, die je nach Kultur und Jahreszeit wenige Tage bis zwei Wochen dauert, vermindert Verpflanzungsschock und Welken. Mangelhafte Abhärtung führt zu gebleichtem Laub, Wuchsverzögerung und höherer Ausfallrate im Freiland.

Die Verpflanzung selbst erfolgt durch maschinelle oder manuelle Arbeit zum Entnehmen der Pflanzen aus Boxen oder Töpfen, zum Transport ins Feld und zum Setzen in vorbereitete Erde oder Pflanzfurchen. Bodenfeuchte, Lufttemperatur und Niederschlagsprognosen spielen alle eine Rolle bei der Entscheidung, wann verpflanzt wird. Trockener Boden oder drohender Frost verschieben die Operation. Manche Betriebe nutzen Verpflanzmaschinen mit Wasserzuführung zum Setzen und Einschlämmen in einem Arbeitsgang; andere arbeiten mit Handarbeitern und Pflanzholz.

Die Überlebensrate nach der Verpflanzung schwankt erheblich. Ausfälle entstehen durch Verpflanzungsschock, Trockenheitsstress, Schädlingsbefall und Krankheiten. Kommerzielle Betriebe verfolgen die Ausfallrate nach Verpflanzung als Schlüsselkennzahl und rechnen je nach Kultur, Jahreszeit und Handling üblicherweise mit 5 bis 15 Prozent Verlust. Der Begriff wird auch in Aquakultur und Fischzucht verwendet, wo Jungfische oder Muscheln aus Brütereibecken in Teiche oder Meerkäfige übersiedelt werden.

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