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Landtechnik

Hügelkultur

Englisch: hügelkultur

Eine Permakulturtechnik, bei der Kompostierung in erhöhten Beeten erfolgt, die auf verwesenden Holzresten wie Baumstämmen, Ästen und Stümpfen sowie anderen kompostierbaren pflanzlichen Materialien aufgebaut sind.

Hügelkultur: Kompostbeet, das sich jahrelang selbst erhitzt

Ein Hügelkultur-Beet ist ein erhöhtes Pflanzenbeet, das auf einem Kern aus Holzresten und organischer Materie aufgebaut wird. Während das vergrabene Holz verrottet, erzeugt es Wärme, speichert Feuchte und gibt Nährstoffe nach oben in den Boden ab, wo die Pflanzen davon zehren. Der Name stammt aus dem Deutschen: Hügel bedeutet Erhebung, Kultur bedeutet Anbau. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Hochbeet, das auf blankem Boden sitzt, kompostiert sich ein Hügelkultur-Beet von innen heraus selbst.

Der Aufbau beginnt mit dem Verlegen von grobem Holzmaterial, typischerweise Stämme und Äste mit einem Durchmesser von 4 bis 12 Zoll, in einen Graben oder auf vorbereitetes Gelände. Diese bilden das Rückgrat des Beetes. Rund um und über dieser Holzschicht kommt feineres organisches Material: Blätter, Grasschnitt, Mist, Küchenabfälle, Stroh. Die ganze Masse wird dann zu einem Hügel aufgebaut und mit reifem Kompost oder Mutterboden bis zu einer Höhe von 2 bis 4 Fuß abgedeckt. Das Beet kann mit Holzkanten, Steinen eingefasst werden oder als bloßer Hügel bleiben.

Der thermische und hydrologische Nutzen stellt sich mit der Zeit ein. Während Holzreste durch mikrobielle Aktivität verrotten, werden sie von Pilzen und Bakterien besiedelt. Diese Zersetzung erzeugt moderate Wärme und wärmt die Wurzelzone auf. Der Holzkern wirkt wie ein Schwamm, absorbiert Wasser bei Regen oder Bewässerung und gibt es langsam an die Pflanzenwurzeln während Trockenperioden ab. Das Wachstum in der Frühsaison ist oft kräftig, weil das Beet wärmer startet und feuchter bleibt als der umliegende Boden. Die Produktivität erreicht typischerweise in den Jahren zwei und drei ihren Höhepunkt und sinkt dann, während das Holz vollständig fault und zusammenpresst.

Das System funktioniert am besten in gemäßigten Klimazonen mit saisonalen Feuchtigkeitsschwankungen. In sehr feuchten Regionen verrottet das vergrabene Holz möglicherweise nicht schnell genug; in trockenen Zonen lässt der Feuchtigkeitsspeicher-Vorteil nach. Hügelkultur-Beete eignen sich für Stauden, Wurzelgemüse und flach wurzelnde Pflanzen wie Kopfsalat. Tiefwurzler stoßen im Profil unten auf verdichtetes, rottendes Holz, das das Wachstum blockieren oder bei schlechter Verwaltung Schädlinge beherbergen kann. Schnecken und Larven verstecken sich manchmal im feuchten, holzigen Innern.

Diese Methode stammt aus Europa, besonders aus der deutschen und österreichischen Permakultur-Praxis, wo sie das Problem der Verwertung von sperrigem Holzabfall in kleinen Gärten löste. Sie benötigt keinen zugekauften Dünger und kein jährliches Umgraben. Ein ausgereiftes Hügelkultur-Beet kann 10 bis 15 Jahre produktiv bleiben, bevor das Holz vollständig verrottet und der Hügel sich gesetzt hat. Danach kann es erneuert oder in ein flaches Beet umgewandelt werden.

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