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Bergbau und Gewinnung

Hutbetrieb

Englisch: hushing

Die Anwendung eines starken Wasserstrahls zum Freilegen einer Mineralader oder zum Ausspülen von Erz.

Spülen: Wasser als Bergbau- und Erdbewegungs­werkzeug

Spülen ist das bewusste Freisetzen großer Wassermengen, üblicherweise aus einem Reservoir oder künstlichen Teich, um Hügelflanken zu erodieren und Mineralerzgänge freizulegen oder lockeres Erz einen Hang hinab zu waschen, um es einzusammeln. Das Wasser verrichtet die Schwerarbeit der Ausschachtung und bewegt Gestein, Boden und Abraum, ohne Spitzhacken oder Sprengstoff einzusetzen, hinterlässt dabei aber eine narbenreiche und umgeformte Landschaft. Das Verfahren funktioniert, weil konzentrierte Wasserfließen unter Gravitationskraft weiches Deckgebirge schneller durchschneiden als Handarbeit je könnte.

Die Methode erfordert zwei Dinge: eine Wasserstelle bergauf und ein Ziel bergab. Arbeiter bauten oder leiteten einen Damm oder eine Zisterne, um Wasser anzusammeln, und ließen es dann plötzlich durch ein Schütz oder einen Dammbruch ab. Die entstehende Flut spülte die Hügelflanke, bewegte Tonnen Material. In Blei- und Zinnbergbauregionen von Cornwall und den Lake Districts formten Spülungen ganze Täler während des 18. und 19. Jahrhunderts. Wasser wurde manchmal künstlich erwärmt, um seine Erosionskraft zu verbessern, und eisenbeschlagene Holzschlitten oder Rinnen leiteten die Strömung und bestimmten, wohin Material transportiert wurde.

Varianten und Bedingungen

Die Spannweite des Spülens reichte von kleinen Hügeleinschnitten, wo ein einzelnes Reservoir eine Morgenarbeit speiste, bis zu massiven Operationen, bei denen eine Serie von Dämmen tausende Gallonen hintereinander freisetzte. Der Erfolg hing vom Gelände ab: steiles Gelände mit verwittertem Gestein oder Ton reagierte gut; harter Granit oder Schiefer widerstand. Das Erz oder Mineral musste widerstandsfähig genug sein, um in der Strömung nicht zu zerfallen, und leicht genug, um hangabwärts transportiert zu werden, wo es aus Absetzbecken oder aus dem Schutt gepflückt werden konnte. Zinnerz, da dicht, vertrug Spülung gut; Kohle und einige Eisenlagerstätten nicht.

Die Umweltkosten waren erheblich. Spülen erzeugte enorme Mengen Sediment, das Flussstrecken flussabwärts verstopfte, Mühlen verschlammte und Fließmuster über Kilometer hinweg veränderte. Das Verfahren ging mit Mechanisierung zurück, weil dampfbetriebene Pumpen, Eisenbahntransport und Sprengstoff selektivere und kostengünstigere Gewinnung boten. Jedoch bleiben die durch Spülen geschaffenen Landformen heute noch sichtbar als charakteristische amphitheaterartige Täler und Böschungen, besonders in Heidelandschaften, wo wenig Vegetation den nackten Boden zurückgewonnen hat.

Der Name stammt vom Geräusch und der Wirkung: das plötzliche Rauschen oder Spülen des freigesetzten Wassers. Es ist in manchen Zusammenhängen gleichzusetzen mit Tagebauarbeit, obwohl Tagebau heute bewusste Schachtung statt wassergetriebener Erosion bedeutet. Spülen kommt noch vor im spezialisierten Alluvial-Gold- und Edelsteinabbau in Entwicklungsregionen, wo Arbeitskräfte billig, aber Kapitalausrüstung knapp sind, und wo die notwendige Topographie und Regenzeit das Verfahren erlauben.

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