Drehmaschine
Englisch: lathe
Eine Werkzeugmaschine zum Formen eines Werkstücks durch Rotation des Werkstücks gegen ein Schneidwerkzeug.
Drehmaschine: Holzbearbeitung durch Rotation, nicht durch Bewegung des Werkzeugs
Eine Drehmaschine hält ein Holzstück zwischen zwei rotierenden Spitzen oder Spannfuttern und dreht es mit hoher Geschwindigkeit, während du ein Handwerkzeug oder ein montiertes Messer dagegen drückst. Das Werkstück dreht sich, das Schneidewerkzeug bleibt größtenteils stillstehen. Das ist das Gegenteil einer Tischkreissäge oder eines Hobels, wo sich das Messer bewegt und das Holz stillhält. Für Spindelarbeiten wie Tischbeine, Stuhlfüße und architektonische Baluster ist die Drehmaschine ungeschlagen.
Der grundlegende Aufbau ist einfach: ein Spindelstock (Motor und Antrieb), ein Reitstock (Stützpunkt) und ein Bett (die Schiene, die sie verbindet). Dazwischen sitzen das Werkstück und die Werkzeugauflage. Bei einer Tischfräsmaschine liegen die Drehzahlen je nach Werkstückdurchmesser und Schnittart zwischen etwa 500 und 3.000 U/min. Großflächige Arbeiten drehen langsamer, kleine Detailarbeiten schneller. Der Vorschub erfolgt manuell: du führst das Werkzeug von Hand vor und spürst den Widerstand.
Schruppen, Aushöhlen und Finish
Holzdreher nutzen verschiedene Werkzeuge für unterschiedliche Aufgaben. Ein Schruppmeisel entfernt schnell Verschnitt, wenn man einen Stamm zu einem Zylinder vierkantet. Ein Spindelmeisel verfeinert die Form und erzeugt Hohlkehlen und Rundstäbe. Schüsselmeisel schneiden Hohlräume in das Stirnholz, wenn man offene Formen dreht. Schaber glätten Flächen und können bei niedrigeren Drehzahlen arbeiten, wo Meissel fassen würden. Handkontrolle ist alles: zu steiler Anstellwinkel und das Werkzeug fasst an, wirft das Werkstück oder deine Hand weg.
Die Drehmaschine glänzt beim Herstellen von symmetrischen, runden und konischen Formen ohne Schablonen oder Vorrichtungen. Spiralen und Lineardetails sind schwieriger und langsamer als an einer Formmaschine oder Fräser. Für die Produktion ersetzen Kantenbandschleifer oder CNC-Drehautomate die Handdrehmaschine, aber für Einzelstücke und künstlerische Arbeiten ist die Drehmaschine immer noch der schnellste Weg zum Drehen von Spindeln, Kästen und hohlen Gefäßen. Der Name kommt vom Altfranzösischen lathe, was ein Werkzeug bedeutet; die Maschine übernahm den Namen, weil das Handwerkzeug zuerst da war.
Sicherheit hängt von Drehzahlkontrolle, Werkstücksicherung und davon ab, lange Haare und lockere Kleidung vom rotierenden Werkstück fernzuhalten. Eine Drehmaschine schneidet nicht so aggressiv wie eine Tischkreissäge, aber sie kann eine Hand in den Bruchteil einer Sekunde erfassen und einziehen. Die meisten Holzdreher arbeiten ohne Schutzvorrichtung, weil diese die Sicht und die Werkzeugauflage blockieren würde. Das bedeutet, dass Aufmerksamkeit und Respekt vor dem rotierenden Holz unverzichtbar sind.