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Holzbearbeitung

Baumkante

Englisch: waney

Eine scharfe oder unebene Kante auf einem Brett, das aus einem nicht perfekt besäumten Stamm geschnitten ist oder beim Besäumen entsteht.

Waney: die Rindenkante, die durchrutscht

Ein Waney ist eine unregelmäßige oder fehlende Kante auf einem Werkstück, typischerweise auf der Seite, wo Rinde oder teilweise bearbeitetes Splintholz am frisch gesägten Holz verbleibt. Wenn ein Stamm in der Sägemühle ohne vorherige perfekte Quadratur verarbeitet wird oder wenn ein Werkstück aus einem Stamm mit erhaltener Originalkontur herausgeschnitten wird, kann die entstehende Kante waney sein: entweder gerundet, wo die natürliche Krümmung des Stammes erhalten bleibt, oder ausgefranst und scharf, wo die Rinde abgefallen ist. Der Waney kann sich von einem dünnen Streifen bis zu mehreren Zentimetern über die Werkstücklänge erstrecken.

Waneys entstehen am häufigsten beim Durchschneiden, bei dem Werkstücke parallel zu einer Radialrichtung gesägt werden, ohne den Stamm vorher zu quadrieren, und beim Naturkanten- oder Live-Edge-Sägen, bei dem die Rinde absichtlich erhalten oder nur teilweise entfernt wird. Sie treten auch auf, wenn ein quadrierter Stamm eine Hohlstelle auf einer Seite hat, die beim Sägen eine konkave Kante erzeugt. Der Grad der Ausbildung hängt von Stammform, Sägemuster und davon ab, ob die Rinde zum Zeitpunkt der Verarbeitung fest oder locker sitzt.

Probleme und Erkennung

Waneys bereiten echte Schwierigkeiten in der Holzbearbeitung: Sie können nicht zuverlässig verleimt oder gefügt werden, sie schwächen Verbindungen, sie behindern genaue Markierungen und sie verfangen sich und splittern beim Handhaben. Eine Waney-Kante kann keine Last tragen oder als Referenzfläche dienen. Die Erkennung ist allerdings einfach. Fahren Sie mit der Hand über die Kante; ein Waney fühlt sich scharf, locker oder hohl an, nicht solid und eben. Sehen Sie gegen das Licht entlang der Kante; echter Waney zeigt sich als unregelmäßige, oft gekrümmte Kontur.

Bei der kommerziellen Sortierung ist Waney ein Mangel, der den Werkstückwert mindert und die Verwendung einschränkt. Spezifikationen für Leisten, Bodenbeläge oder Möbelkomponenten schließen oft Werkstücke mit Waney oberhalb einer bestimmten Toleranz aus, typischerweise angegeben als zulässige Länge oder Tiefe des Waney an der Werkstückkante. Holzbearbeiter, die raues oder teilweise bearbeitetes Material verwenden möchten, müssen planen, Waneys abzusägen oder bei der Planung entsprechend zu berücksichtigen, da Hobeln und Schleifen eine unregelmäßige Kante nicht beheben können, wenn das Holz selbst fehlt.

Der Begriff stammt aus einem alten englischen Wort, das bedeutet zu mangeln oder unzureichend sein. In der Sägemühlentechnik signalisiert die Bezeichnung einer Kante als waney, dass es sich nicht um eine echte, einsatzfähige Kante handelt und dass das Werkstück vor der Verarbeitung in der Endproduktlinie behandelt werden muss.

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