LILO
Akronym für left in, left out, eine Art dreiarmiger Straßenkreuzung.
LILO: Kreuzung, wo Verkehr auf derselben Seite ein- und ausfahrt
Eine LILO ist eine dreiarmige Kreuzung, bei der der Verkehr, der auf die Hauptstraße auffahrt, und der Verkehr, der sie verlässt, beide Fahrspuren auf derselben Seite der Fahrbahn nutzen. Der Begriff steht für left in, left out und beschreibt die Fahrtrichtungen: Fahrzeuge biegen links ab, um in den Hauptverkehrsstrom einzufahren, und fahren links ab, um ihn zu verlassen. Diese Anordnung unterscheidet sich von einer Standard-T-Kreuzung, bei der Ein- und Ausfahrt auf entgegengesetzten Seiten liegen können, oder von einem Kreisverkehr, bei dem sich die Bewegungen auf mehrere Arme verteilen.
LILOs sind in städtischen und vorstädtischen Gebieten verbreitet, wo Platz- oder Grundstücksbeschränkungen eine herkömmliche Kreuzung unpraktisch machen. Die Anordnung nutzt eine Mittellinie oder Verkehrsinsel, um die Ein- und Ausfahrtspuren zu trennen und eine kontrollierte Einfädelungszone zu schaffen. Fahrzeuge, die von der Nebenstraße kommen, müssen dem Durchgangsverkehr Vorrang geben. Fahrzeuge, die von der Hauptstraße abfahren, haben eine dedizierte Linksabbiegerspur, die den Durchgangsverkehrstrom umgeht. Diese Geometrie reduziert die Konfliktstellen im Vergleich zu unkontrollierten Kreuzungen, erfordert aber sorgfältige Fahrspurmarkierungen und Beschilderung.
Varianten und Verkehrsregelung
LILO-Kreuzungen können mit Verkehrssignalen oder vorrangegeregelten Kreuzungen arbeiten. Signalgesteuerte LILOs ermöglichen eine koordinierte Verwaltung von Ein- und Ausfahrtsbewegungen, was sinnvoll ist, wenn das Verkehrsaufkommen hoch ist oder wenn die Hauptstraße einen erheblichen Durchgangsverkehr trägt. Varianten mit Vorrangregelung stützen sich auf Warteplatzmarkierungen und Verkehrszeichen, wobei einfahrende Fahrzeuge Lücken im Hauptverkehrsstrom nutzen müssen. Einige LILOs haben Filterspuren, die es Fahrzeugen ermöglichen, links abzubiegen, ohne an einer Ampel zu warten, was den Durchsatz des ausfahrenden Verkehrs verbessert.
Das Hauptrisiko bei LILOs ist die Verwirrung von Fahrern, die mit dem Layout nicht vertraut sind. Anders als bei einem Kreisverkehr ist die Umlaufrichtung nicht unmittelbar aus der Straßengeometrie ersichtlich. Eine schlechte Sicht auf die Mittellinie oder unklare Fahrspurmarkierungen können dazu führen, dass Fahrer in die Ausfahrtsspur fahren oder versuchen, die Kreuzung in schrägen Winkeln zu durchqueren. Die Sichtlinien an Ein- und Ausfahrtspunkten müssen den örtlichen Standards entsprechen, um Fahrern zu ermöglichen, den herannahenden Verkehr und Fußgänger zu erkennen.
LILO ist hauptsächlich britische Terminologie; vergleichbare Anordnungen in anderen englischsprachigen Regionen können Slip Roads, Parclos oder directional T-junctions genannt werden. Das Akronym ist zu einem Arbeitsbegriff unter Verkehrsplanern und Straßenbauingenieuren geworden, obwohl das zugrunde liegende Konzept dem modernen Akronym vorausgeht. LILOs nehmen in der Kreuzungsgestaltung eine Mittelposition ein und bieten bessere Kontrolle als einfache T-Kreuzungen, benötigen aber weniger Land und erfordern weniger komplexe Signalisierung als vollständig höhenfreie Anschlüsse oder große Kreisverkehre.