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Industrieelektronik

Lineman-Spleißung

Englisch: lineman splice

Verfahren zum festen Verbinden zweier Drahtenden, indem jedes um das andere gewickelt wird.

Lineman-Verbindung: verdrehte Drahtverbindung für Festigkeit und Leitfähigkeit

Eine Lineman-Verbindung verbindet zwei Drahtenden, indem jeder Leiter in einer schraubenförmigen Anordnung fest um den anderen gewickelt wird und so eine mechanisch und elektrisch sichere Verbindung ohne Löten oder Quetschen entsteht. Die Methode erzeugt eine Verbindungsstelle mit etwa gleichem Durchmesser wie der ursprüngliche Draht und weist eine Zugfestigkeit auf, die bei korrekter Ausführung derjenigen des Ausgangsleiters entspricht.

Die Verbindung beginnt damit, dass die beiden Drahtenden von der Isolierung befreit und in einem Winkel von etwa 90 Grad überkreuzt werden. Dann wird jeder Draht vier bis sechs Windungen fest um den anderen gewickelt, wobei Spannung angewendet wird, um die Wicklungen eng und parallel zu halten. Die fertige Verbindung ähnelt einer kleinen Schraubenfeder, bei der die beiden Drähte ineinander greifen. Der überschüssige Draht wird knapp an der Verbindung gekürzt, obwohl manche Arbeiter kurze Enden für mechanische Sicherheit stehen lassen.

Diese Methode wird vor allem in der Versorgungswirtschaft und bei Telefonleitungen eingesetzt, wo Arbeiter vor Ort reparieren müssen, ohne spezialisierte Werkzeuge zur Verfügung zu haben. Sie ist auch in älteren elektrischen Installationen verbreitet und in Anwendungen, bei denen ein erneutes Abisolieren und Spleißen an Ort und Stelle erforderlich ist. Die Verbindung funktioniert gut bei Kupfer- und Aluminium-Drähten im Bereich von 10 AWG bis 4 AWG, wobei größere Querschnitte manuell schwer zu wickeln sind. Massiver Draht lässt sich leichter verarbeiten als verseilter Draht, der beim Drehen zum Auseinanderfallen neigt.

Zuverlässigkeit und Ausfallarten

Korrekt ausgeführte Lineman-Verbindungen zeigen gute Zugfestigkeit und elektrische Kontinuität, wobei der gemessene Widerstand vergleichbar mit einer Quetschverbindung gleichen Querschnitts ist. Die Verbindung ist jedoch anfällig für Ermüdungsbruch, wenn sie Vibrationen oder wiederholten Biegungen ausgesetzt ist. Oxidation an der Kontaktfläche kann die Leitfähigkeit im Laufe der Jahre beeinträchtigen, besonders in feuchten oder korrosiven Umgebungen. Die Verbindung bietet keinen Eigenschutz und muss mit Isolierband oder Schrumpfschlauch umwickelt werden, um den Vorschriften zu genügen.

Der Name stammt aus seiner Herkunft in Telefon- und Stromversorgungsleitungen, wo Leitungsmonteure die Technik als schnelle und zuverlässige Methode für Feldreperaturen entwickelten, bevor Quetschverbindungen und Anschlussblöcke zum Standard wurden. Die Methode wird nach wie vor in elektrischen Lehrlingsausbildungen als grundlegende Fertigkeit unterrichtet, doch die moderne Praxis bevorzugt Quetschverbindungen und Steckklemmen für Sicherheit und Konsistenz.

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