Blockieren
Englisch: lock up
Zum Stillstand kommen; sich festklemmen.
Blockieren: wenn sich bewegliche Teile plötzlich verklemmen und vollständig stillstehen
Blockieren tritt auf, wenn ein Bauteil, das frei rotieren oder gleiten sollte, durch Reibung, mechanisches Klemmen oder Verschmutzung unbeweglich wird. In Maschinen bedeutet dies, dass das Bauteil abrupt stehen bleibt, statt allmählich abzubremsen. Das unterscheidet sich vom normalen Stillstand, weil die mechanische Energie nicht über den vorgesehenen Weg abgebaut werden kann und oft zu Stoßbelastungen und möglichen Schäden führt.
Die häufigsten Ursachen sind unzureichende Schmierung, Verschmutzung, Fehlausrichtung oder thermisches Wachstum. Eine Spindel kann blockieren, wenn die Ölviskosität unter die Betriebsspezifikation fällt und direkter Kontakt zwischen Zapfen und Lager entsteht. Ein Schlitten blockiert, wenn Späne oder Fremdmaterial sich zwischen die Bewegungsfläche und ihre Führung keilen. Thermisches Blockieren tritt auf, wenn Bauteile durch Wärmeeintrag ungleichmäßig ausdehnen, die Toleranzen sich verringern und die Reibung unkontrollierbar wird.
Erkennung und Folgen
Blockieren kündigt sich normalerweise durch einen plötzlichen Stillstand an, oft begleitet von Schleif- oder Kratzgeräuschen, erhöhter Stromaufnahme des Motors oder Überhitzungsgeruch. Das eingeklemmte Bauteil kann stecken bleiben, bis es abkühlt oder bis manuelle Intervention es befreit. Wiederholte Blockierungen können Lager, Dichtungen und Führungsbahnen beschädigen. In Hydrauliksystemen kann Blockieren zu Druckspitzen führen, die Schläuche zerreißen oder Komponenten platzen lassen, wenn die Überdruckventile nicht schnell genug ansprechen.
Die Vorbeugung erfordert Sorgfalt bei den Schmierplänen, Sauberkeit bei Montage und Betrieb sowie regelmäßige Kontrolle auf erste Anzeichen von Widerstand oder ungewöhnlichem Verschleiß. Bediener sollten auf allmählich steigende Laufwiderstände achten, die häufig dem vollständigen Blockieren vorausgehen. Richtige Konstruktionsreserven, korrekte Montageverfahren und Schutz vor Verschmutzung sind die besten Schutzmittel der Werkstatt gegen diesen Ausfalltyp.