Holzbahn
Englisch: logging railroad
Eisenbahn zum Transport von Holz aus Wäldern.
Waldbahn: temporäre Gleisanlagen zum Transport von Holz aus dem Wald zur Mühle
Eine Waldbahn ist eine Gleisanlage, üblicherweise in Schmalspur ausgeführt, die durch Waldland gebaut wird, um Holz aus dem Wald zu einer Mühle, einem Fluss oder einem Anschluss an die Hauptstrecke zu transportieren. Vor der Ausbreitung des Lastkraftwagens Mitte des 20. Jahrhunderts waren solche Bahnen das Standardmittel für Massentransporte von Holz. Die Bahn folgt dem Holzaufkommen und nicht einer festen geografischen Route; wenn das erreichbare Waldgebiet erschöpft ist, wird die Strecke häufig abgebaut und woanders wieder aufgebaut.
Die meisten Waldbahnen fuhren auf Gleisen in Spurweite 0,76 m oder 0,91 m statt auf der Normalspur von 1,435 m. Schmalspur ermöglichte engere Kurven in bergigem Gelände und billigere Konstruktion, was entscheidend war bei steilen Gefällen und temporären Strecken. Die Lokomotiven waren üblicherweise kleine Waldbaumaschinen, Holz- oder Kohlefeuer, ausgelegt für schwere Lasten bei geringen Geschwindigkeiten. Eine typische Anordnung beförderte 20 bis 40 Tonnen Holz pro Wagen, mit Zügen gezogen von 10 bis 15 Tonnen schweren Lokomotiven bei Steigungen von 4 bis 6 Prozent oder steiler.
Waldbahnen setzten besondere Verfahren ein, die zu unwegsamem Gelände und saisonalen Betrieb passten. Schleifdämme oder Seilbahnen transportierten Holz vom Schlag zur Hauptstrecke. Steigungen erforderten oft Schleiftüren (kleine Räder, die die Schiene griffen) oder andere Bremssysteme zur Kontrolle beim Abstieg. Gleise wurden manchmal nur so weit verlegt, wie die Holzeinschlagkolonnen vorrückten, dann wieder aufgenommen und weiter bergauf neu verlegt. Nebengleise und Ladegruben waren an Bachübergängen oder bei Mühlen angeordnet, um einfahrende Wagen zu empfangen.
Regionale Bedeutung und Niedergang
Waldbahnen waren unerlässlich in Holzregionen in ganz Nordamerika, besonders im pazifischen Nordwesten, Nordkalifornien und in den Laubwäldern des Ostens von den 1880er Jahren bis in die 1950er Jahre. Die Bahn schuf temporäre Gemeinden rund um Holzlager und Umschlagplätze. Ab den 1960er Jahren machten verbesserte Waldstraßen, größere Lastwagen und dieselgetriebene Maschinen Bahntransporte für die meisten Betriebe unwirtschaftlich, und die meisten Waldbahnen wurden aufgelassen und verschrottet. Einige Museumsbahnen und Industriegleise sind noch in Betrieb oder wurden als Tourismusattraktionen erhalten.
Der Ausdruck unterscheidet diese Bahnen von Seilbahnen (die Seilzug nutzten) und von öffentlichen Eisenbahnen, die Holzstädte nur zufällig bedienten. Reste von Waldbahnen sind in Waldlandschaften oft als Dämme, Viadukte und Böschungen sichtbar, besonders in Gegenden mit Urwaldholzeinschlag.