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Bergbau und Gewinnung

LRG

Initialism für Liquefied Refinery Gas, verflüssigtes Raffineriegas.

LRG: verflüssigtes Raffineriegas aus Ölraffinerieabfallströmen

Verflüssigtes Raffineriegas ist ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffdämpfen, das in der Raffinerie selbst verdichtet und verflüssigt wird, anstatt abgebrannt oder abgelassen zu werden. Das Produkt entsteht in Katalytischen-Cracking-Einheiten und anderen Raffinerieprozessen als Nebenprodukt. Statt es als Abfall zu behandeln, verflüssigen Raffinerien es unter Druck (typischerweise 15 bis 20 bar zur Lagerung in Stahlbehältern) und liefern es als Brennstoff oder chemischen Rohstoff. Die LRG-Zusammensetzung variiert je nach Raffinerie und Rohölquelle, enthält aber typischerweise Propan, Butan, Propylen und Butylen in wechselnden Anteilen.

Im Bergbau und in Förderoperationen dient LRG hauptsächlich als tragbarer Hochenergie-Brennstoff für Geräte, die keinen Zugang zu Erdgasleitungen haben oder bei denen die Dieselversorgung begrenzt ist. Bohrgestänge, Verdichter und Generatorsätze in abgelegenen Grubenöffnungen oder Explorationscamps verbrauchen es direkt aus Druckbehältern. Die Energiedichte ist hoch (etwa 46 Megajoule pro Kilogramm bei typischen propanreichen Schneiden), was den Transport zu abgelegenen Standorten per Lastwagen oder Eisenbahntanker im Vergleich zum Versand von fertigen Benzinen oder Diesel kostengünstig macht.

LRG unterscheidet sich von Flüssiggas (LPG) hauptsächlich in Herkunft und Spezifikation. LPG ist oft ein veredeltes, standardisiertes Produkt mit strengeren Flüchtigkeits- und Zusammensetzungsgrenzen; LRG ist ein Raffineriestrom mit lockereren Spezifikationen und breiteren Siedepunktbereichen. Dies macht LRG billiger, aber weniger konsistent im Verbrennungsverhalten. Einige für LPG ausgelegte Geräte akzeptieren LRG, aber die Umkehrung ist nicht garantiert. Der Schwefelgehalt in LRG kann höher sein als in handelsüblichem LPG, was relevant ist, wenn Geräte keine Emissionskontrollen haben.

Praktische Einschränkungen und Handhabung

Die hauptsächliche Betriebsgefahr ist der Dampfdruck: LRG kann in geschlossenen Räumen oder bei Leckagen in Geräten bei Umgebungstemperatur gefährliche Dampfkonzentrationen erzeugen. Die Großlagerstattung erfordert robuste Druckbehälter und regelmäßige Integritätsprüfungen. Fahrzeugmontierte Tanks müssen Druckbehälternormen erfüllen und mit Druckentlastungsventilen, Flüssigkeitsspiegelgauges und Absperrbocken ausgestattet sein. In kalten Klimazonen können sich die schwersten Fraktionen (Butankomponenten) bevorzugt verdichten und die Gemischzusammensetzung sowie die Motorleistung verändern.

Die Versorgungssicherheit hängt vom Raffinerie-Durchsatz und den Wartungsplänen ab; die LRG-Verfügbarkeit ist sekundär zu den Rohölverarbeitungsanforderungen der Raffinerie. Bergbauoperationen, die LRG nutzen, halten typischerweise Bestände vor Ort (eine bis drei Wochen Verbrauch), um Versorgungsunterbrechungen auszugleichen. Die Preisgestaltung folgt Rohöl- und Raffinerieauslastungsquoten und nicht unabhängiger Preisbestimmung, was sie für die Budgetplanung in kleineren Förderoperationen volatil macht.

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