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Bergbau und Gewinnung

Kontakt

Englisch: contact

Die Fläche zwischen zwei benachbarten Gesteinskörpern unterschiedlicher Art.

Kontakt: wo verschiedene Gesteinsarten aufeinandertreffen

In der Bergbaugeologie ist ein Kontakt die Oberflächengrenze, an der zwei unterschiedliche Gesteinseinheiten aufeinandertreffen. Diese Fläche markiert einen scharfen Übergang zwischen Gesteinen mit unterschiedlicher Zusammensetzung, Alter, Herkunft oder allem zusammen. Kontakte sind grundlegend für das Verständnis der Erzverteilung, da sich Minerallagerstätten häufig an diesen Grenzen konzentrieren, wo chemische und physikalische Bedingungen günstige Voraussetzungen für die Metallkonzentration schaffen.

Kontakte entstehen durch verschiedene geologische Prozesse. Ein intrusiver Kontakt entsteht dort, wo geschmolzenes Magma in vorhandenes Nebengestein eindringt und gegen dieses auskühlt, wobei oft eine Zone von veränderten Mineralien entsteht, die schon für sich wertvoll sind. Ein stratigraphischer Kontakt trennt Schichten von Sediment- oder Vulkangestein, das zu verschiedenen Zeiten entstanden ist. Ein Verwerfungskontakt ist zerbrochenes und versetztes Gestein, bei dem Bewegung unterschiedliche Einheiten in Kontakt gebracht hat. Jeder Typ deutet auf unterschiedliches Mineralisierungspotenzial hin.

In der Praxis verfolgen Geologen Kontakte durch Bohrkerne, Oberflächenaufnahmen und Bohrlochmessungen, um vorherzusagen, wo Erzlagerstätten wahrscheinlich auftreten. Ein Kontakt zwischen Granit und Kalkstein beherbergt beispielsweise häufig Kupfer- oder Eisenerzlagerstätten. Die Kontaktzone selbst kann scharf sein, gemessen in Zentimetern, oder stufenweise verlaufen und mehrere Meter übergangshaftes Gestein umfassen. Der Charakter des Kontakts, ob dicht oder verwittert, beeinflusst sowohl die Erzqualität als auch die Gewinnungskosten.

Kontaktmetamorphose, bei der intensive Hitze von eindringendem Magma das umgebende Gestein verändert, ist wirtschaftlich bedeutsam. Der veränderte Hof um den Kontakt enthält häufig Skarn-Lagerstätten, Kombinationen von Silikat- und Karbonatmineralien, die Wolfram, Molybdän oder Edelmetalle beherbergen. Bergleute und Explorationsgeologen verwenden erhebliche Anstrengungen darauf, die Kontaktgeometrie und Ausrichtung zu charakterisieren, da diese Faktoren die Bohrmuster, die Wahl der Abbaumethode und Reserveberechnungen kontrollieren.

Der Begriff spiegelt die einfache Beobachtung wider, dass Geologen buchstäblich beobachten, wo zwei Gesteinskörper sich berühren. Das Verständnis von Kontakten erfordert sorgfältige Feldarbeit und Aufzeichnungen; ein falsch identifizierter Kontakt kann zum Bohren in ertzlosem Gestein oder zum Verpassen von Erz in der Tiefe führen. Bei untertägigen Betrieben kann der Kontakt selbst eine strukturelle Schwachstelle sein, eine Fläche, entlang derer Gesteine abgleiten, was Stabilitätsprobleme verursacht oder umgekehrt natürliche Entwässerungswege schafft, die die Grubenwasserwirtschaft beeinflussen.

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