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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Leichtmetallrad

Englisch: mag wheel

Ein Rad für ein Kraftfahrzeug aus einer Magnesiumlegierung, üblicherweise leichter und mit besserer Wärmeleitung als Stahlräder; oft in einem fünfzackigen Sternmuster ausgeführt; teilweise auch ein Rad mit ähnlichem Aussehen, aber nicht aus echtem Magnesium.

Magfelge: leichte Leichtmetallfelge aus Magnesium oder im entsprechenden Stil

Eine Magfelge ist eine Kraftfahrzeugfelge aus Magnesiumlegierung, konstruiert um deutlich leichter zu sein als Stahlfelgen mit gleichwertiger Festigkeit. Magnesiumlegierungsfelgen wiegen typischerweise 30 bis 40 Prozent weniger als gestanzte oder geschweißte Stahlfelgen mit der gleichen Tragfähigkeit. Diese Gewichtsersparnis verbessert direkt die Fahrzeugbeschleunigung, Bremsleistung und Kraftstoffverbrauch. Die verwendeten Legierungen sind üblicherweise Magnesium-Aluminium-Mischungen, häufig AZ91D oder AZ81E, die je nach Gießverfahren und Wärmebehandlung eine Zugfestigkeit im Bereich von 150 bis 230 MPa aufweisen.

Das charakteristische Fünf-Punkt-Stern- oder Mehrspeichen-Design wurde ab den 1960er Jahren zum visuellen Erkennungszeichen von Magnesiumfelgen, anfangs weil es konstruktiv effizient für Gusslegierungen war. Der Name Magfelge blieb bestehen, obwohl die Marktnachfrage das verfügbare Magnesiumangebot überstieg und Hersteller begannen, Aluminiumlegierungsfelgen im identischen Design herzustellen. Heute sind die meisten verkauften Magfelgen aus Aluminiumlegierung und nicht aus Magnesium. Der Unterschied ist relevant: Aluminiumfelgen sind stoßfester, weniger korrosionsanfällig und günstiger in Herstellung und Reparatur. Echte Magnesiumfelgen beschränken sich hauptsächlich auf Hochleistungs- und Rennfahrzeuganwendungen, wo die Gewichtseinsparung die Materialkosten und das Korrosionsrisiko rechtfertigt.

Gießen und Haltbarkeitsprobleme

Magnesiumlegierungsfelgen werden durch Niederdruckdruckguss oder Druckguss hergestellt, Verfahren die Felgen mit ausgezeichneter Maßgenauigkeit und glatter Oberfläche erzeugen. Die Hauptanfälligkeit ist galvanische Korrosion. Wenn Magnesium mit Wasser, Straßensalz und unedlen Metallen (Bremskomponenten, Ventilstiele) in Kontakt kommt, tritt elektrochemischer Verschleiß auf. Original-Magnesiumfelgen sind durch Eloxal-Beschichtungen und Lack geschützt, aber jeder Kratzer oder Riss legt Rohmetall frei. Aluminiumlegierungsfelgen korrodieren langsamer und verzeihen daher kleine Beschädigungen besser.

Wärmeleitung ist ein sekundärer, aber echter Vorteil von Magnesiumfelgen. Magnesium leitet Wärme von Bremskomponenten schneller ab als Stahl und reduziert das Fading bei andauernder starker Bremsung. Diese Eigenschaft machte Magnesiumfelgen im Motorsport wertvoll, ist aber bei Straßenfahrzeugen weniger kritisch, wo die Bremsbetriebszyklen moderat sind und Bremsflüssigkeits- und Belagformulierungen heute besser mit Temperatur umgehen als in den 1970er Jahren.

Die Terminologie ist heute durch Mode verwirrt. Nachmarket-Aluminiumlegierungsfelgen werden routinemäßig als Magfelgen oder Magfelgen-Stil vermarktet, wenn sie das klassische Speichenmuster nachahmen, obwohl Verkäufer und Käufer beide wissen, dass das Material nicht Magnesium ist. In industriellen und handwerklichen Kontexten müssen Spezifikationsdokumente und technische Zeichnungen explizit Magnesiumlegierung angeben, wenn dieses Material erforderlich ist; allein Magfelge ist mehrdeutig und kann sich auf Aluminium beziehen.

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