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Elektrotechnik

mechanische Verbindung

Englisch: mechanical splice

Verbindungsstelle von zwei oder mehr Lichtwellenleitern, die von einer kleinen in sich geschlossenen Baugruppe ausgerichtet und gehalten werden.

mechanische Spleiße: Faserausrichtung ohne Verschmelzung

Eine mechanische Spleiße verbindet zwei Glasfasern Ende an Ende durch präzise Ausrichtung und physikalischen Druck statt Wärmeverschmelzung. Die Fasern werden in ein kleines zylindrisches Gehäuse, meist aus Keramik oder Kunststoff gespritzt, eingeführt, das sie präzise koaxial hält. Brechzahlausgleichsgel oder Epoxidharz füllt den Spalt zwischen den Fasernenden, um Reflexionsverluste an der Grenzfläche zu verringern. Die Baugruppe wird dann versiegelt und bildet eine dauerhafte Verbindung, die vor Ort ohne spezielle Ausrüstung installiert und entfernt werden kann.

Das Gehäusedesign ist entscheidend für die Leistung. Die meisten mechanischen Spleißen verwenden eine V-Rille, eine halbkreisförmige Nut, die zwei runde Fasern aufnimmt und mit Mikrometer-Genauigkeit positioniert. Keramikkörper bieten bessere Temperaturstabilität und niedrigere Verluste; einige Bauarten nutzen Spannhülsen, die die Fasern durch Klemmung halten statt sich auf die Schwerkraft zu verlassen. Die Stirnflächen im Gehäuse müssen auf optische Toleranzen poliert werden. Der Verlust über eine mechanische Spleiße liegt typischerweise zwischen 0,3 und 0,75 dB, abhängig von Faserzustand, Gehäusequalität und Viskosität des Brechzahlausgleichsfluids.

Mechanische Spleißen lassen sich schneller installieren als Fusionsspleißen, die erfordern, die Fasernenden zu erhitzen, bis sie zusammenschmelzen. Keine Stromversorgung oder Fusionsausrüstung nötig, was sie für Feldarbeiten, provisorische Verbindungen oder Situationen wertvoll macht, in denen Wärmeschäden an Faserbeschichtungen vermieden werden müssen. Allerdings führen sie zu höherem Signalverlust, sind zeitlich etwas weniger zuverlässig, da das Brechzahlausgleichsfluid abbauen oder verdampfen kann, und kosten pro Verbindung mehr als Fusionsspleißen im großen Maßstab. Sie haben auch höhere Rücklaufverluste und erzeugen Rückreflexionen, die bidirektionale Übertragung auf der gleichen Faser stören können.

Der Begriff spiegelt die Konstruktion wider: die Verbindung ist mechanisch und nicht molekular. Im Gegensatz zur Verschmelzung, die eine chemische Bindung erzeugt, arbeiten mechanische Spleißen völlig durch Geometrie und Druck. Sie sitzen zwischen Schnellstecker-Verbindungen, die Trennung ermöglichen, und dauerhaften Fusionsspleißen, die Verluste minimieren. In modernen Netzen werden mechanische Spleißen selten in Langstrecken-Hauptleitungen mit engen Verlustvorgaben verwendet, bleiben aber Standard in Laboren, Testausrüstungs-Anschlüssen und Feldarbeiten, wo Komfort und Wiederverwendbarkeit Kosten und optische Leistung überwiegen.

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