Android
Mobiltelefon, das auf Android OS läuft.
Android: Linux-basiertes Betriebssystem für die meisten mobilen Geräte
Android ist ein kostenloses, quelloffenes Betriebssystem, das auf dem Linux-Kernel basiert und von Google gepflegt wird. Es läuft auf Smartphones, Tablets und eingebetteten Systemen und verwaltet Hardwareressourcen, steuert die Ausführung von Anwendungen und bietet die Benutzeroberfläche, mit der Nutzer täglich arbeiten. Im Gegensatz zu proprietären Systemen ist Androids Quellcode öffentlich verfügbar, was es zum weltweit dominierenden mobilen Betriebssystem gemacht hat. Es treibt etwa 70 Prozent der aktiv genutzten Smartphones an.
Das System nutzt eine modulare Architektur mit der Android Runtime (ART) im Mittelpunkt, die Anwendungen in Java oder Kotlin in maschinenausführbaren Code compiliert. Anwendungen laufen in isolierten Sandboxes, die vom Linux-Kernel verwaltet werden; jede App hat einen eigenen Prozess und begrenzten Zugriff auf Systemressourcen. Dieses Design bietet Sicherheit und Stabilität: Eine abgestürzte App bringt das gesamte Gerät nicht zum Absturz. Das System verwaltet auf Kernel-Ebene Speicher, CPU-Planung und Stromverbrauch, während ein übergeordnetes Framework die Kommunikation zwischen Prozessen, Berechtigungen und den Zugriff auf Sensoren handhabt.
Varianten und Implementierung
Gerätehersteller lizenzieren Android und passen es stark durch Skins und Firmware-Änderungen an. Ein Samsung-Gerät bietet eine deutlich andere visuelle und funktionale Erfahrung als ein Motorola-Gerät, obwohl beide die gleiche Android-Version verwenden. Google veröffentlicht Hauptversionen etwa einmal jährlich (bis Version 10 nach Dessernamen benannt, ab Version 11 numerisch). Geräte erhalten typischerweise monatliche Sicherheits-Updates und Hauptupdates innerhalb ein bis zwei Jahren nach der Markteinführung, abhängig von den Support-Zeitplänen des Herstellers.
In industriellen und eingebetteten Kontexten kommt Android in IoT-Geräten, Industrie-Tablets, Point-of-Sale-Terminals und Fahrzeug-Infotainment-Systemen zum Einsatz. Eine abgespeckte Variante namens Android Go zielt auf Geräte mit weniger als 1 GB RAM. Googles GMS-Framework (Google Mobile Services) ist optional; chinesische Hersteller setzen häufig auf AOSP (Android Open Source Project) ohne Google-Dienste, um Lizenzgebühren und behördliche Einschränkungen zu vermeiden.
Typische Fehlermodi sind Akkuentladung durch Hintergrundprozesse, Speicherfragmentierung über längere Zeit und verzögerte Hersteller-Patches, die zu Sicherheitslücken führen. Der Name selbst stammt aus dem Science-Fiction-Konzept eines künstlichen Humanoids; Google wählte ihn für ein Mobil-Betriebssystem, weil das System so gestaltet wurde, dass es sich autonom an verschiedene Hardware-Plattformen und Nutzeranforderungen anpasst, ähnlich wie ein Android in der Fiction sich seiner Umgebung anpasst.