Metallklischee
Englisch: metal master
Ein Metallblech, das im Offsetdruck verwendet wird, um Farbe auf die Gummidruck-Walze zu übertragen.
Druckplatte: das Stahlblech, das Farbe im Offsetdruck überträgt
Eine Druckplatte ist ein dünnes Stahl- oder Aluminiumblech, das die Farbe auf die Gummituchwalze im Offsetdruck überträgt. Sie ist die bildtragende Oberfläche in der Druckmaschine, sitzt auf der Plattenzylinder und steht in direktem Kontakt mit dem Gummituch, das die Farbe auf das Papier überträgt. Die Platte speichert sowohl Farbe als auch eine wasserbasierten Spülflüssigkeit durch chemische und physikalische Eigenschaften ihrer Oberfläche.
Druckplatten werden hergestellt, indem man eine vorpräparierte Aluminiumplatte (typischerweise 0,15 bis 0,30 mm dick) durch ein Negativ oder Positiv belichtet. Die belichteten Bereiche werden farbaufnahmefähig (hydrophob), während unbelichtete Bereiche wasseraufnahmefähig (hydrophil) bleiben. Nach der Entwicklung wird die Platte gummiert oder chemisch behandelt, um diese Bereiche zu stabilisieren. Moderne Platten können auch digital durch direktbildgebende Systeme hergestellt werden, die die Plattenoberfläche ohne Film ätzen.
Der Begriff Druckplatte leitet sich daher ab, dass diese Platte der Ursprung aller Drucke ist und die ursprüngliche Bildinformation für den Druckauftrag speichert. In der klassischen Terminologie unterscheiden Maschineführer zwischen der Druckplatte (die Druckoberfläche) und dem Gummituch (die Zwischenübertragungsoberfläche), obwohl beide für den Offsetprozess unverzichtbar sind. Eine Metalldruckplatte läuft typischerweise für 10.000 bis 1.000.000 Drucke, je nach Konstruktion, Plattenchemie und Maschinenbedingungen.
Varianten und Verschleißmuster
Typischer Verschleiß tritt an den Kanten auf, wo die Spülflüssigkeit die Platte nicht richtig benetzt, sodass Farbe in Nichtbildbereiche läuft. Schmierflecken (unerwünschte Farbablagerungen) und Blindstellen (Farbverlust in Bildbereichen) sind die Hauptausfallmodi. Kratzer, Abschürfungen oder Austrocknung der Gummischicht verringern die Bildschärfe. Die Lagerungsbedingungen sind wichtig: Platten müssen trocken und vor Licht geschützt gelagert werden, und manche benötigen spezielle Abdeckungen, um Oxidation der Aluminiumoberfläche zu verhindern.Moderne Plattenvarianten umfassen Wasserloos-Platten, die Silikonschichten statt chemischer Gummierung nutzen und den Wasserverbrauch reduzieren, aber strengere Temperaturkontrolle erfordern. Langzeitplatten werden aus dickeren Materialien oder beschichteten Aluminium hergestellt, um Hundertausende von Drucken standzuhalten. Bimetallplatten (Kupfer auf Stahl) und sogar Trimetallplatten (Chrom auf Kupfer auf Stahl) werden in Druckereien mit hohem Volumen verwendet, wo Verschleißfestigkeit die Kosten rechtfertigt.
Die Metalldruckplatte sitzt an der Grenze zwischen Druckvorstufe und Druckbetrieb. Vorstufen-Techniker kümmern sich um Belichtung und Verarbeitung; Maschineführer überwachen den Plattenzustand, verwalten pH-Wert und Konzentration der Spülflüssigkeit und tauschen die Platte aus, wenn die Bildqualität nachlässt. Die Wahl des richtigen Plattentyps hängt von der erwarteten Auflagenhöhe, Farbtyp, Bedruckstoff und davon ab, ob der Auftrag regelmäßig wiederholt oder nur einmal gedruckt wird.