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Bergbau und Gewinnung

Metallmann

Englisch: metalman

Arbeiter, der das Dach abbaut, um den Bergleuten mehr Arbeitshöhe zu schaffen.

Metalman: Der Bergmann, der das Dach hebt

Ein Metalman ist ein spezialisierter Untertagarbeiter, dessen Aufgabe darin besteht, einen Teil des Grubendachs zu entfernen, um mehr Kopffreiheit im Arbeitsbereich zu schaffen. Das ist keine Sprengung; es ist präzise Ausgrabung der Schichten direkt über der Kohleflöz oder Lagerstätte, die nach Beginn der Hauptförderung erfolgt. Das Ziel ist es, ausreichend Arbeitshöhe für Bergleute zu schaffen, damit sie sicher und effizient weitermachen können, während sie das Mineral von der Sohle fördern.

Der Begriff stammt von der Art des Materials, das entfernt wird. In Kohlegruben arbeitet der Metalman durch das Metal, wie die Bergleute das harte Gestein und den Schiefer nennen, der unmittelbar über einer Flöz liegt. Diese Deckschichten können mehrere Fuß dick sein und müssen während der Förderung der Flöz selbst in Etappen abgebaut werden, wodurch ein sogenannter Gob oder Bergebereich entsteht. Der Metalman nutzt Spitzhacken, Meißel oder kleine Sprengladungen, um das Gestein zu lockern und zu entfernen und bereitet so den Platz für die Kohlegewinnungsarbeiter vor, die folgen.

Bei tieferem oder größerem Betrieb kann die Arbeit aufgeteilt werden: Der Metalman bereitet das Dach vor; Hauer oder Schneider arbeiten die Flöz selbst; Zimmerleute oder Stempel installieren Stützen. In flacheren oder kleineren Gruben oder wo Flözen bereits hoch genug sind, kann ein einzelner Arbeiter alle diese Aufgaben ausführen. Der Metalman arbeitet von unten, stehend auf der Kohle oder dem Erz, das bereits gebrochen wurde, und schlägt nach oben auf die Deckschichten. In manchen Gegenden wurde die Rolle Getter oder Header genannt, obwohl diese Begriffe auch auf den Flözarbeiter angewendet werden konnten.

Die Arbeit ist gefährlich. Lockeres Gestein fällt ohne Vorwarnung; schlechte Abstützung führt zu Dacheinstürzen. Der Metalman muss die Stabilität der Deckschichten beurteilen und so arbeiten, dass er keine größeren Bereiche destabilisiert. In vielen Gruben folgte auf die Arbeit des Metalman unmittelbar die Einbringung hölzerner Stempel oder später stahlerner Stützen, um das neue Dach zu sichern. Schnelligkeit und Urteilsvermögen waren gleich wichtig: Arbeitet man zu schnell, entstehen Gefahren; arbeitet man zu langsam, leidet die Förderung.

Die Rolle nahm mit der Mechanisierung im zwanzigsten Jahrhundert ab. Moderne Longwall- und Kontinuierliche-Abbau-Verfahren reduzierten oder eliminierten den Bedarf an manueller Dachförderung, obwohl bei kleineren oder selektiven Abbauorten die Arbeit in modifizierter Form fortbesteht. Der Begriff selbst ist mittlerweile weitgehend historisch und findet sich hauptsächlich in Berichten über traditionellen Kohlebergbau und in den Verwaltungsunterlagen und Lohnbüchern von Grubenbesitzern aus dem neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert.

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