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Glas und Keramik

Moil

Englisch: moil

Das Glas um die Spitze eines Glasmacherpfeifen oder einer Marke, wie das restliche Glas nach dem Abtrennen eines geblasenen Gefäßes oder der untere Teil einer Glastasche.

Moil: Glasrest, der an deiner Glasmacherpfeife klebt

Beim Glasblasen ist Moil die unerwünschte Glasmasse, die nach dem Formen und Abnehmen eines fertigen Objekts an der Glasmacherpfeife oder Pontil haftet. Wenn du ein Blasobjekt mit einem Schlag von der Pfeife oder vom Pontil abnimmst, bleibt immer etwas Glas an der Eisenstange. Diese restliche Masse ist der Moil.

Der Moil erfüllt im Arbeitsrhythmus des Glasblasens einen praktischen Zweck. Statt die Pfeife jedes Mal bis zum blanken Eisen zu reinigen, erhitzen die meisten Macher den Moil einfach erneut in der Feuerrotte und nutzen ihn als Ausgangspunkt für die nächste Glasaufnahme. Ein erfahrener Glasbläser liest den Moil wie eine Tankanzeige: Wird er zu groß, wird er entfernt; wird er zu klein, muss frisches Glas aufgenommen werden. Ein Moil, der mehrmals wieder aufgeheizt wurde, sammelt Luftblasen an und kann die Klarheit des nächsten Objekts beeinträchtigen, daher spielen Glaszusammensetzung und wiederholte thermische Belastung eine Rolle.

Der Begriff stammt wahrscheinlich vom französischen Wort moille, das weich oder feucht bedeutet. Frühe englische Glastexte aus dem 17. Jahrhundert bezeichnen diesen weichen, formlosen Rest mit diesem Namen. Der Moil ist tatsächlich heiß weich und plastisch und bleibt durch Oberflächenhaftung, nicht durch eine mechanische Verbindung, angehaftet.

Verschiedene Werkstätten gehen mit Moil unterschiedlich um. Manche Glasbläser bevorzugen es, jedes Mal mit frischem Glas zu arbeiten und den Moil in einen Sammelbehälter für das Umschmelzen zu schlagen. Andere, besonders in Produktions- oder Schmuckarbeit, planen die Moil-Wiederverwendung als Teil der thermischen Effizienz der Schicht ein. Größe und Charakter des Moils hängen auch von der Form des ursprünglichen Objekts, der Abnahmetechnik und davon ab, wie schnell die Stange nach der Abtrennung abkühlt.

Bei Pontilarbeit (Glasaufnahme auf einer massiven Eisenstange statt einer hohlen Pfeife) ist der Moil an der Basis einer aufgenommenen Masse der dicke Glassee, der der Eisenstange am nächsten liegt. Dieser untere Moil zeigt oft Kornstruktur oder subtile Farbschwankungen, da er während der Arbeit leicht abgekühlt sein kann. Glasbläser müssen das berücksichtigen, wenn sie planen, wo sie ihre letzte Trennstelle setzen, da Moilglas normalerweise nicht sauber ins nächste Objekt eingebaut werden kann.

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