Moot
Englisch: moot
Ein Ring zum Ausmessen von Holzstiften.
Moot: Stahlring zur Überprüfung von Holzdübeln
Ein Moot ist ein einfacher Stahlring, typischerweise aus gehärtetem Stahl, der dazu dient, zu überprüfen, ob Holzdübel oder Stifte innerhalb zulässiger Durchmessergrenzen liegen. Der Ring funktioniert als Go-/No-Go-Lehre: Ein Stift, der frei durch den Moot gleitet, ist zu dünn; einer, der klemmt oder nicht eindringen kann, ist zu dick. Der innere Durchmesser des Moots bestimmt die maximal zulässige Größe für einen Holzdübel einer bestimmten Spezifikation.
Moots werden üblicherweise aus gehärtetem Stahl gefertigt und haben je nach zu prüfenden Dübelgrößen einen inneren Durchmesser von ungefähr 0,25 bis 2 Zoll. Sie werden häufig in Sätzen geliefert, die die Standard-Holzdübeldimensionen abdecken, die in der Möbel-, Fassbinderei- und Schreinerei verwendet werden. Der Ring selbst ist normalerweise flach oder an der Eintrittskante leicht angeschrägt, um den Dübel beim Prüfen sanft zu führen. Im Gegensatz zu Prüfdornen oder Schieblehren-Systemen erfordert der Moot keine Einstellung und kann durch Verschleiß oder Neukalibrierungsfehler nicht aus der Toleranz driften.
Der Name "Moot" stammt aus dem Altenglischen und bezieht sich auf die Idee eines Versammlungsortes oder Treffpunkts. In diesem Zusammenhang verweist er auf einen Messpunkt oder eine Kontrollstelle: Der Holzdübel muss den Standard des Moots "erfüllen". Der Begriff ist primär britisch und wird noch immer in traditionellen Handwerksbetrieben und der Fassbinderei verwendet, ist aber in der modernen Fertigung weniger verbreitet, wo digitale Schieblehren und automatisierte Inspektionssysteme die Dübelkontrolle übernommen haben.
Holzdübel werden noch immer in traditioneller Schreinerei, Stuhlbau und Fassmontage eingesetzt, weshalb Moots in traditionellen Handwerksbetrieben und der Kleinserienproduktion weiterhin relevant sind. Die Einfachheit und niedrigen Kosten eines Moots machen ihn für schnelle Kontrollen vor Ort praktisch, wenn Geschwindigkeit wichtiger ist als höchste Genauigkeit. Ein Arbeiter kann dutzende Dübel pro Minute von Hand prüfen, ohne Strom oder Rüstzeit.
Verschleiß auf der inneren Oberfläche eines Moots kann diesen allmählich vergrößern und dazu führen, dass zu große Dübel fälschlicherweise akzeptiert werden. Eine regelmäßige Kalibrierung anhand eines Referenzdübels oder einer Schieblehren-Messung ist erforderlich, um diesen Verschleiß zu erkennen. Ein verschlissener Moot sollte stillgelegt werden, statt ihn zu überarbeiten, da die Reparaturkosten üblicherweise die Kosten für einen Neukauf übersteigen.