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Transport und Logistik

Chicane

Englisch: chicane

Erhöhte Fläche oder anderes Hindernis, das Fahrzeuge umfahren müssen, besonders zur Geschwindigkeitsreduzierung ausgelegt.

Schikane: erzwungener Umweg, der Fahrer zum Abbremsen zwingt

Eine Schikane ist ein absichtlich angelegter Zickzackverlauf, der ein Fahrzeug zwingt, die Fahrtrichtung scharf zu wechseln, üblicherweise links dann rechts oder umgekehrt, auf engem Raum. Sie erfüllt einen einzigen Zweck: Geschwindigkeit zu reduzieren, ohne den Verkehr ganz zum Stillstand zu bringen. Das Hindernis selbst kann eine erhöhte Mittelline, Betonbarrieren, aufgemalte Linien oder eine Kombination davon sein. Schikanen finden sich in Ladehöfen, Lagerzufahrten, Parkplatzanlagen und Industriezonen, wo Geschwindigkeitskontrolle entscheidend ist, aber ein vollständiger Stopp unpraktisch wäre.

Bei Logistikoperationen sind Schikanen so angelegt, dass Lastkraftwagen, Gabelstapler und Lieferwagen auf Geschwindigkeiten zwischen 5 und 15 Stundenkilometern gebremst werden, abhängig vom Radius der Kurven. Die effektive Breite der Passage wird verengt, um Fahrer zum absichtsvollen Navigieren der Kurven zu zwingen. Eine gut durchdachte Schikane nutzt typischerweise zwei entgegengesetzte Kurven mit einem Mindestradius von 6 bis 8 Metern für Standard-Starrachser, wobei dies je nach Geländebeschaffenheit variiert. Winkel und Abstand der Barrieren bestimmen sowohl die Geschwindigkeitsreduzierung als auch die Wahrscheinlichkeit von Kontakt.

Häufige Fehler entstehen, wenn Schikanen zu eng für die Fahrzeuge sind, die sie aufnehmen müssen, was dazu führt, dass Außenspiegel an Barrieren kratzen oder Anhänger ausbrechen. Unzureichende Beschilderung ist gleich problematisch, da Fahrer, die mit einem Gelände unfamiliar sind, versuchen können, die Schikane mit Geschwindigkeit zu umfahren, was zu Kollisionen oder Umkippern in engen Kurven führt. Schlechte Oberflächenentwässerung rund um Schikanen erzeugt Wasserstau, der die Hindernisstrecke verdeckt, besonders nachts. Verblasste oder fehlende Fahrbahnmarkierungen machen Schikanen unsichtbar, bis ein Fahrzeug bereits in die Passage eingeleitet ist.

Der Begriff stammt aus dem Pferderennsport und dem Golfplatzdesign, wo eine Schikane eine scharfe Doppelkurve beschreibt, die in einen ansonsten geraden Verlauf eingefügt ist. Er wurde in die Verkehrstechnik und später in die Logistik-Fachsprache übernommen. Die Analogie geht auf: das Hindernis soll Bewegung disziplinieren, nicht stoppen.

In Lager- und Hafenumgebungen werden Schikanen häufig mit Bremsschwellen, Rüttelstreifen oder Radar-Geschwindigkeitsmessgeräten kombiniert. Sie funktionieren am besten, wo Sichtlinien klar sind und der Untergrund eben ist. Auf Steigungen oder in unübersichtlichen Ecken wird eine Schikane zur Sicherheitslücke. Behördliche Vorgaben in den meisten Jurisdiktionen erfordern, dass Schikanen mit reflektierender Farbe, hochsichtbaren Barrieren und Warnzeichen mindestens 30 Meter vor dem Hindernis markiert werden. Einige Anlagen setzen auf aktive Poller, die sich heben oder senken lassen, um Notfalleinsatzfahrten zu ermöglichen und dabei die Geschwindigkeitskontrolle im Normalbetrieb zu wahren.

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