Nondrying
Englisch: nondrying
Ein Kleidungsstück, das nach dem Waschen nicht in einem Trockner getrocknet werden muss.
Schnelltrocknend: Textilie, die an der Luft schnell genug trocknet, um den Wäschetrockner zu sparen
Ein schnelltrocknendes Kleidungsstück ist so beschaffen oder behandelt, dass es durch Lufttrocknung ausreichend trocknet, ohne in den Wäschetrockner zu müssen. Der Begriff bezieht sich hauptsächlich auf Kunstfasern und Mischgewebe in Arbeitskleidung, Uniformen und Industriebekleidung, wo schnelle Verfügbarkeit und niedrige Energiekosten zählen. Das Kleidungsstück erreicht tragbare Trockenheit innerhalb von 2 bis 4 Stunden beim Aufhängen, je nach Luftfeuchte und Luftzirkulation.
Die meisten schnelltrocknenden Gewebe setzen auf geringe Feuchtigkeitsaufnahme und hohe Feuchtigkeitsverwertung. Polyester-, Nylon- und Polypropylen-Fasern nehmen von Natur aus wenig Wasser auf und geben es schnell ab. Hersteller verwenden oft offene Webarten, Netzpanels oder feuchtigkeitsableitende Ausrüstungen, um die Verdunstung an der Faseroberfläche zu beschleunigen. Einige hochwertige Arbeitskleidung-Mischungen kombinieren eine polyesterreiche Außenschicht mit Baumwoll-Misch-Innenpanels, um Tragekomfort und Trocknungsgeschwindigkeit auszugleichen. Das Stoffgewicht spielt eine Rolle: leichtere Konstruktionen um 150 bis 250 Gramm pro Quadratmeter trocknen merklich schneller als schwerere Köper.
Einsatz in der Industriewäscherei
Schnelltrocknende Kleidungsstücke senken die Waschzykluszeit und den Energieverbrauch in Hochlastbetrieben: Industriewäschereien, Gesundheitseinrichtungen und große Instandhaltungsabteilungen können pro Tag mehr Waschladungen durchlaufen, ohne an der Trocknerphase in Engpässe zu geraten. Das zählt, wenn Mitarbeiteruniformen, Laborkittel oder Schutzkleidung schnell verfügbar sein müssen. Der Nachteil ist, dass sich einige Kunstfaser-Mischungen weniger angenehm auf der Haut anfühlen als reine Baumwollkleidung, und die Schrumpfkontrolle erfordert sorgfältige Wäschevorgaben, um Verformung über viele Waschzyklen hinweg zu vermeiden.
Die Qualitätssicherung hängt von Faserzusammensetzung und Webestabilität ab. Nähte und Säume, die Feuchtigkeit länger halten als offenes Gewebe, sind die letzten Stellen zum Trocknen und bestimmen die tatsächliche Trocknungszeit. Elastische Paneele und Verschlüsse erschweren die Sache: Sind Taillenbunde oder Manschetten aus Baumwolle oder baumwollreich, können sie deutlich länger trocknen als der Oberstoff. Kleidungsstücke, die als schnelltrocknend gekennzeichnet sind, werden normalerweise nach ISO- oder Herstellernormen auf Trocknungszeit geprüft, typischerweise gemessen als Zeit, bis der Feuchtigkeitsgehalt unter 12 Prozent fällt.
Der Begriff erscheint überwiegend auf Arbeitskleidung, Kasacks und Mitarbeiteruniformen statt auf Modebekleidung für Verbraucher. Es ist ein praktisches Verkaufsargument im B2B-Bereich, kein Marketing-Versprechen. Einige Kleidungsstücke können schnelltrocknend sein, profitieren aber trotzdem von kurzer Trocknerabluft zur Knitterreduzierung, sodass die Bezeichnung nicht bedeutet, dass der Trockner verboten ist, nur dass er zum Fertigmachen zum Tragen nicht nötig ist.