P5
Initialwort für Pentium 5, ein Slangbegriff für den Nachfolger des Pentium 4 vor der Namensbekanntmachung durch Intel.
P5: Intels Pentium-Codename, der vor dem Start durchgesickert ist
Bevor Intel den Nachfolger des Pentium 4 Ende 2004 ankündigte, nannten Techniker und Ingenieure in der ganzen Branche ihn P5, eine Kurzbezeichnung für die fünfte Generation der Pentium-Architektur. Das war nie ein offizieller Produktname; es war eine interne Bezeichnung, die durch Tech-Foren, Geräteangaben und Fachgespräche an die Öffentlichkeit gelangte. Das tatsächliche Produkt wurde als Pentium D auf den Markt gebracht, ein Dual-Core-Prozessor für High-End-Workstations und Server, obwohl später Single-Core-Varianten unter anderen Markennamen folgten.
Die Umgangssprache erfüllte einen praktischen Zweck in der Werkstatt und im Büro. Wenn Hardware-Hersteller, Systemintegratoren und Hersteller von Industriesteuerungen 2004 und Anfang 2005 neue Geräte konstruierten, konnten sie sich auf die kommende Generation beziehen, ohne Marketing-Namen zu verwenden, die noch nicht finalisiert waren. P5 war schneller zu sagen und zu schreiben als "der nächste Pentium nach dem Pentium 4". Es tauchte in Konstruktionsdokumenten, Beschaffungsanfragen und technischen Diskussionen auf, wo die Spezifikationen noch im Fluss waren.
Warum der Begriff sich festsetzte und verschwand
Die P5-Bezeichnung zirkulierte nur unter Personen, die direkt mit Intel-Roadmaps und hochmoderner Hardware arbeiteten. Konstrukteure von Industriegeräten, Ingenieure für eingebettete Systeme und Techniker, die Fabrikprüfstände aufrüsteten, verwendeten sie, um über die CPU-Architektur der nächsten Generation zu sprechen. Sobald Intel das echte Produkt markenrechtlich geschützt hatte, wurde die Umgangssprache fast augenblicklich überflüssig. Ab 2005 wirkte es uninformiert, einen Prozessor "P5" zu nennen.
Heute findet sich P5 nur noch in archivierten Datenblättern, historischen Forumsbeiträgen und Dokumentation von Industriesteuerungssystemen aus der Anfangszeit der 2000er Jahre. Ein Techniker, der ein 2005 gebautes Gerät wartet, könnte auf den Begriff in ursprünglichen Schaltplänen oder Designnotizen stoßen, aber er hat keine aktuelle Bedeutung. Der Pentium D und seine Nachfolger sind inzwischen selbst Jahrzehnte alt, ersetzt durch Core 2, Core-i-Reihen und neuere Architekturen. P5 bleibt eine Fußnote im Vokabular der Menschen, die dabei waren, als der Begriff noch zählte.