Parka
Englisch: parka
Eine lange Jacke mit Kapuze, die den Träger vor Regen und Wind schützt.
Parka: isolierter, wetterfester Mantel mit integrierter Kapuze
Eine Parka ist ein schwerer Mantel, der Schutz vor Kälte, Wind und Nässe in rauen Klimazonen bietet. Die charakteristischen Merkmale sind ein knielanger oder hüftlanger Schnitt, eine tiefe Kapuze (oft mit Zugband oder verstellbarem Rand) und eine Wärmeschicht aus Daunen, Polyestervlies oder synthetischen Alternativen. Die Außenschale besteht aus winddichtem und wasserabweisendem Gewebe, üblicherweise dicht gewebtes Nylon, Polyester oder Baumwollmischungen, oft mit dauerhafter Wasserabweisung (DWR) behandelt statt vollständig wasserdicht versiegelt.
In der Textilfertigung werden Parkas als Funktionskleidung eingeordnet und unterscheiden sich von Modejacken durch ihre funktionale Konstruktion und Materialvorgaben. Die Isolationsstärke wird in Gramm pro Quadratmeter (gsm) oder Unzen angegeben. Parkas für kalte Regionen haben typischerweise 200 bis 400 Gramm Daunen oder 400 bis 800 Gramm synthetische Füllung. Die Kapuzenkonstruktion muss Sicht und Windschutz berücksichtigen, oft mit verstellbaren Kordeln und manchmal abnehmbarem oder aufrollbarem Design. Nahtversiegelung oder Bandanwendung ist entscheidend, da unversiegelte Nähte in feuchten Bedingungen zu Wassereintritt führen.
Die Herstellungskomplexität ergibt sich aus mehreren Materialschichten: Außenstoff, Isolierbatts (oft an ein Trägertuch geklebt), Innenfutter und Zubehörteile wie elastische Bündchen, Zugschnüre und Verschlüsse. Parkas werden typischerweise im Steppverfahren gefertigt, um Isolationsverlagerung zu verhindern und gleichmäßige Abdeckung über den Körper zu gewährleisten. Fertigungstoleranzen beeinflussen die Funktionalität, besonders Kapuzenpassform, Ärmellänge und die Stabilität des Kragenstandes gegen Nackenöffnungen.
Geschichtliche und geografische Einordnung
Der Name Parka stammt aus Yupik und anderen sibirischen Sprachen, wo ähnliche Kleidungsstücke traditionell aus Pelz oder Robbenfell hergestellt wurden. Moderne Parkas aus Textilien entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts für Militär, Polarexpeditionen und Arktisarbeit. Das Kleidungsstück wurde Standardausrüstung für Personal in anhaltend kalten Bedingungen unter 0 Grad Celsius, besonders im Bergbau, bei Offshore-Öl- und Gasförderung sowie in Forschungsstationen. Heutzutage bestimmen Anforderungen für extreme Kälte die Parkagestaltung stärker als historische Herstellungsmethoden.
Typische Schwachstellen sind Isolationsverklumpung (durch unzureichende Steppung oder niedriges Batt-Denier), Ablösung der Außenschale von der Isolationsschicht und Verlust der Wasserabweisung durch mechanische Beschädigungen oder Beschichtungsverschleiß. Parkas für extreme Bedingungen haben oft verstärkte Unterarmzwickel und Achselreißverschlüsse zur Temperaturregelung. In Kanada, Skandinavien und Russland gibt es regionale Normen und Branchenzertifizierungen für Kälteschutzkleidung, die die Parkakonstruktion für Arbeitssicherheit in bestimmten Temperaturbereichen regeln.