Paster
Englisch: paster
Schaltplan eines Telefons, der im Inneren des Geräts eingeklebt ist.
Paster: Das Schaltschema, das in dein Telefon geklebt ist
Ein Paster ist ein gedrucktes oder gezeichnetes Schaltschema der inneren Elektrik und Verbindungen eines Telefons, das direkt im Gehäuse montiert ist. Er dient Technikern, Ingenieuren und Reparatoren als visuelle Orientierung, um den Signalweg, die Komponentenanordnung und die Verdrahtung zu verstehen, ohne das ganze Gerät auseinandernehmen zu müssen. Das Diagramm ist normalerweise ins Gehäuse geklebt, meistens auf der Innenseite der Telefonmuschel-Halterung oder auf einem inneren Paneel, wo es während der Wartung erreichbar bleibt.
Der Paster zeigt die Anordnung von Bauteilen wie Umschalter, Wählmechanismus (oder Tastaturkontakte bei späteren Modellen), Hörer- und Mikrofonelement, Klingelschaltung und das Netzwerk von Verbindungsleitungen und Anschlüssen. Er kann auch Impedanzwerte, Frequenzgang-Informationen und die Führung der Telefonleitungsverbindungen angeben. Bei Wählscheibentelefonen zeigte das Diagramm oft die komplexen Nocken- und Federanordnungen des Wählmechanismus; bei Tastentelefonen dokumentierte es die Frequenz-Erzeugungsschaltungen und die Anordnung von Kondensatoren und Widerständen.
Der Begriff kommt daher, dass das Diagramm beim Zusammenbau buchstäblich ins Telefon geklebt wurde. Anders als ein separates Servicebuch, das in der Werkstatt aufbewahrt wurde, war der Paster dauerhaft vorhanden, immer erreichbar wenn jemand das Gehäuse öffnete. Das machte ihn besonders wertvoll für Außenmonteure, die ohne Referenzmaterialien in der Nähe arbeiten mussten.
Die Qualität und der Detailgrad von Pastern unterschieden sich deutlich je nach Hersteller und Modellgeneration. Frühe Telefongesellschafts-Paster waren oft handgezeichnet oder auf dünnem Papier gedruckt, während spätere zu verfeinerten fotografischen Reproduktionen oder professionell gedruckten Schaltplänen wurden. Einige Hersteller waren penibel und verwendeten Farbcodierung für Drahtbündel und detaillierte Bauteilbezeichnungen; andere lieferten nur minimale Informationen und zwangen Techniker, sich auf Erfahrung und auf den Komponenten sichtbare Artikelnummern zu verlassen.
Ab den 1980er und 1990er Jahren, als Telefone kompakter und integrierte Schaltungen häufiger wurden, verloren Paster an Aussagekraft und verschwanden schließlich ganz. Schnurlose Telefone und Mobilgeräte machten interne Servicediagramme überflüssig. Allerdings sind beim Sammeln und Restaurieren von Vintage-Telefonen ein intakter, lesbarer Paster historisch bedeutsam und unschätzbar wertvoll, um die ursprüngliche Montage zu verstehen und Komponentengenerationen oder Herstellungsvarianten zwischen Produktionschargen zu identifizieren.