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Bergbau und Gewinnung

Petankit

Englisch: petanque

Verschiedene Erze, einschließlich Silbersulfid-Formen wie Stephanit und das Kupfererz Tetraedrit.

Petanque: veraltete Bezeichnung für gemischte Sulfiderze

Petanque ist ein überholter Begriff aus der Bergbau-Nomenklatur für bestimmte Sulfiderze, besonders solche mit Silber oder Kupfer in Verbindung mit Antimon und anderen Basismetallen. Der Name erscheint in älteren Bergbauliteratur und geologischen Erhebungen, besonders aus europäischen Quellen, ist aber in der modernen Praxis weitgehend außer Gebrauch. Das Erz tritt typischerweise in hydrothermalen Aderlagerstätten auf und war für polymetallische Bergbauoperationen wirtschaftlich bedeutsam.

Die wichtigsten Mineralien, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden, sind Stephanit (ein Silber-Antimon-Sulfid, Ag5SbS4) und Tetraedrit (ein Kupfer-Antimon-Sulfid, oft silberhaltig, etwa Cu12Sb4S13). Diese Mineralien treten häufig zusammen in denselben Erzlagerstätten auf, und historische Bergarbeiter und Mineralienhandelsleute verwendeten Petanque als Sammelbegriff für diese gemischte Vergesellschaftung, statt zwischen einzelnen Mineralphasen zu unterscheiden. Der Begriff spiegelt die praktischen Gegebenheiten des Handauslesens und früher Probierungen wider, als genaue mineralogische Bestimmung schwierig und für Schmelzzwecke unnötig war.

Petanque-Erze wurden hauptsächlich wegen des Silbergehalts geschätzt, wobei die Kupferrückgewinnung ein sekundärer Nutzen war. Das Vorhandensein von Antimon machte diese Erze bei der Verarbeitung problematisch, da Antimon beim Rösten und Schmelzen flüchtig wird und Betriebsschwierigkeiten sowie Umweltgefahren verursacht. Diese technische Schwierigkeit, zusammen mit dem Rückgang vieler europäischer polymetallischer Lagerstätten, trug zur Veralterung des Begriffs im Zuge des Übergangs zu moderner Mineralnomenklatur bei.

Das Wort selbst bleibt auf historische Bergbautexte, alte Probierergebnisse und geologische Beschreibungen europäischer Bergbaudistrikte beschränkt. Moderne Praktiker verwenden präzise mineralogische Namen oder beziehen sich stattdessen auf die Elementarzusammensetzung und Gewinnungsziele. Das Verständnis des Begriffs ist hauptsächlich für Archivare, Technikhistoriker und diejenigen nützlich, die Daten aus historischen Bergbaubetrieben oder historischen Erzsammlungen aufarbeiten.

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