PFD
Abkürzung für Prepared for Dyeing (färbefertig).
Färberei: Stoff in optimalem Zustand für gleichmäßige Farbaufnahme
Färberei (PFD) bezeichnet Textilmaterial, normalerweise Baumwolle oder Zellstofffasern, das chemisch und mechanisch behandelt wurde, um Öle, Wachse, Appretur und andere während des Webens oder der Herstellung aufgebrachte Ausrüstungen zu entfernen. Das Ziel ist ein sauberes, saugfähiges Substrat, das Farbstoff gleichmäßig und in vorhersehbaren Tönen aufnimmt. Färbereiware ist das Zwischenprodukt zwischen Webstuhl und Färberei und stellt eine notwendige Stufe in jedem gewerblichen Färbeprozess dar.
Der Vorbereitungsprozess selbst, Entschlichtung genannt, umfasst normalerweise heißes alkalisches Waschen mit Natriumhydroxid oder Soda, oft kombiniert mit Tensiden, um eingelagerte Verunreinigungen zu lockern. Baumwollstoff kann auch mit Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorit gebleicht werden, um natürliche Farbstoffe zu entfernen und gleichmäßige Weiße vor der Farbgebung zu gewährleisten. Diese Schritte erhöhen zusammen pH-Wert und Feuchtigkeitsaufnahme und verwandeln den Stoff von hydrophob zu hydrophil.
Warum das in der Praxis zählt
Unvorbereiteter Stoff zeigt ungleichmäßige Färbung mit hellen Flecken, wo Appretur oder Öle Farbflotte abstoßen, und dunkleren Bereichen, wo Fasern frei aufnehmen. Diese Mängel sind oft unsichtbar, bis das fertige Stück überprüft wird, was kostspielige Nachbesserungen bedeutet. Färber erhalten daher Färbereiware als selbstverständlich vorausgesetzt, und die Angabe des Färbereistatus schützt Lieferant und Käufer vor Meinungsverschiedenheiten über Farbqualität. Der Begriff selbst signalisiert, dass vorbereitende chemische Arbeiten nach Standard durchgeführt worden sind.
Färbereiware wird normalerweise in Rollenform oder als lose Meterzahl geliefert, oft zu niedrigerem Preis als gefärbte oder fertig ausgerüstete Ware, da sie ein Zwischen-Rohstoff statt Endprodukt darstellt. Sie kann bei Trockenlagerung längere Zeit gelagert werden, wobei sich aber bei längerer Lagerung Feuchtigkeitsaufnahme aus der Luft und leichte Vergilbung einstellen können. Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle während der Lagerung verhindern Abbau des vorbereiteten Zustands.
Die Abkürzung erscheint auf Rechnungen, Bestellzetteln und Müllzertifikaten als Spezifikation für Naturfasertextilien in Bekleidung, Heimtextilien und Industrieanwendungen. Sie setzt weitere Verarbeitung voraus: Färbereiware selbst ist kein Endprodukt für Verbraucherzwecke. Das Verständnis dieses Status ist wesentlich für jeden, der den Übergang zwischen Vorbereitung und Farbgebung in einer Textilanlage leitet.