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Energie und Versorgung

Schweif

Englisch: pigtail

Kurze Länge von verdrilltem Elektrodraht.

Schweifleitung: ein kurzer Drahtsprung zur Überbrückung einer Lücke

Eine Schweifleitung ist ein kurzes Stück elektrischen Leiters, typischerweise verseilter Draht von 15 bis 90 cm Länge, das zwei fest montierte Punkte verbindet, die nicht direkt miteinander verbunden werden können. In der Energie- und Versorgungswirtschaft treten Schweifleitungen am häufigsten an Klemmenleisten, Schaltanlagen und Transformatoranschlüssen auf, wo die Geräteposition oder Sicherheitsabstände verhindern, dass das Hauptkabel in gerader Linie verlegt wird. Der Draht hat üblicherweise denselben Querschnitt wie der Stromkreis, dem er dient, obwohl Schweifleitungen in Niederspannungs-Steuerleitungen möglicherweise einen kleineren Querschnitt haben.

Schweifleitungen werden verdrillt oder manchmal geflochten, um die mechanische Festigkeit zu erhöhen und das Risiko zu verringern, dass einzelne Litzen verhaken oder ausfransen. Bei Hochspannungsanlagen hilft die Verdrillung auch, die Impedanz und induktive Kopplung zu kontrollieren. Wo Korrosion ein Risiko darstellt, bestehen Schweifleitungen häufig aus verzinntem Kupfer oder Edelstahl, besonders in Küstengebieten oder chemischen Umgebungen. Die Enden werden üblicherweise gelötet oder gecrimpt, niemals verdrillt und mit Tape umwickelt, da Vibration oder thermische Zyklen eine verdrehte Verbindung lockern.

Häufige Ausfallarten und Anwendungen

Schweifleitungen fallen aus, wenn sie für den Strom zu klein dimensioniert sind und an der Crimpstelle oder Lötverbindung überhitzen. Sie fallen auch unter Vibration aus, wenn das Crimpen oder Löten schlechter Qualität ist oder wenn der Draht zu steif ist und an der Verbindung reißt. Bei Transformatoren und schweren Schaltanlagen müssen Schweifleitungen zwischen dem Gerät und der Stromschiene in regelmäßigen Abständen mechanisch abgestützt werden, um Durchhang und Ermüdung zu vermeiden. Fehlende oder lockere Befestigungsklemmen sind ein häufiger Fehler vor Ort.

Der Begriff kommt von der Ähnlichkeit eines kurzen verdrehten Drahts mit einem Schweineschweif. Er ist umgangssprachlich, aber im Handwerk universell verständlich. Schweifleitungen unterscheiden sich von Jumper oder Schellen nur dadurch, dass sie eine räumliche Lücke überbrücken, anstatt Leiter zu parallelisieren; die Terminologie überschneidet sich in der Praxis. In Messchränken, Steuertafeln und Schaltanlagen ist die Fähigkeit, eine Schweifleitung mit der richtigen Länge und Isolierungsklasse zu verwenden, wesentlich für eine sichere und wartbare Installation.

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