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Bergbau und Gewinnung

Schürffeld

Englisch: pitch

Grube, deren Grenzen einem Bergmann zugewiesen sind, der Anteil am gewonnenen Erz erhält.

Pitch: ein dem Bergmann zugeteilter Bereich des Erzkörpers

Ein Pitch ist ein definiertes Areal des Erzkörpers, das einem einzelnen Bergmann oder kleinen Team zur Bearbeitung auf Gewinn- oder Anteilbasis zugewiesen wird. Der Bergmann baut Erz aus diesem abgegrenzten Bereich ab und erhält eine Bezahlung nach Tonnage oder Wert des gewonnenen Materials, nicht nach Tagelohn. Die Grenze des Pitchs ist physisch auf dem Boden oder der Gesteinsfläche gekennzeichnet, oft mit Farbe, eingeritzten Linien oder Holzpflöcken, um Streitigkeiten über Territorium während der Produktion zu vermeiden.

Größe und Lage eines Pitchs hängen von Geologie und Erzgehalt ab. Ein Bergmann, der eine hochgradige Ader bearbeitet, erhält möglicherweise eine kleinere Fläche; ein niedriggradiger Bereich verlangt mehr Areal, um rentable Erträge zu liefern. Im Hartgesteinsbergbau können Pitches vertikal übereinander in verschiedenen Sohlen desselben Schachts oder Stollens angeordnet sein. Bei Seifen- oder Plazerbetrieben werden Pitches oft in Laufmetern entlang eines Baches oder einer Abbaufläche gemessen.

Varianten und Entlohnungsstrukturen

Das Pitch-System war am häufigsten in älteren Zinn- und Kupfergruben verbreitet, besonders in Cornwall und anderen historischen Bergbauregionen. Ein Bergmann konnte seinen Pitch unter direkter Beschäftigung bearbeiten (erhielt einen Anteil des Erzwerts nach Abzug der Verhüttungskosten) oder als unabhängiger Tributer, wobei er einen Prozentsatz des Verkaufspreises behielt, nachdem der Grubenbesitzer seinen Anteil nahm. Manche Betriebe teilten Pitches jede Saison per Lotterie zu, um Nepotismus zu vermeiden; andere wurden langfristig von erfahrenen Bergmännern gehalten, deren Familien das gleiche Areal über Generationen bearbeiteten.

Moderne Hartgesteinsgruben nutzen formal zugeteilte Pitches im klassischen Sinne selten und organisieren den Abbau stattdessen nach Erzreserveblöcken und schichtweise Sohlenvorbruch. Jedoch bestehen informelle Pitch-Systeme in handwerklichem und kleinmaßstäblichem Bergbau fort, wo ein Gräber oder Goldwäscher einen Flussabschnitt oder Claim in Anspruch nimmt und ohne direkte Aufsicht bearbeitet. Der Pitch bleibt wertvolles Fachvokabular in juristischen Bergbaudokumenten, Verträgen und historischen Bergbauvermessungen.

Der Begriff stammt aus dem Altfranzösischen piche, was markieren oder zuweisen bedeutet, und zeigt die Praktikabilität der Raumaufteilung unter Tage, wenn Erzkörper dünn, zerstreut oder schwer im Voraus zu bewerten sind. Ein Bergmann, der einen Pitch bearbeitete, trug das meiste Risiko: Wenn das Erz ausspitzte oder der Erzgehalt fiel, fiel auch sein Einkommen, was Pitch-Arbeit zu einer Form der Bergbauarbeit machte, die nur erfahrene, selbstsichere Arbeiter anzog, die bereit waren, auf Geologie zu wetten.

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