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Bergbau und Gewinnung

Unterschicht

Englisch: underlayer

Ein senkrechter Schacht, der abgeteuft wird, um die Erzader in jeder erforderlichen Tiefe zu durchfahren.

Zwischensetzer: Schacht, der das Erz senkrecht anfahrt

Ein Zwischensetzer ist ein senkrechter oder nahezu senkrechter Schacht, der von einer oberen Sohle aus abgeteuft wird, um ein Erzvorkommen oder einen Erzgang in einer vorgegebenen Tiefe darunter anzufahren. Im Gegensatz zum Hauptschacht eines Bergwerks, der mehrere Funktionen erfüllen und vom Gelände bis zur tiefsten Abbausohle reichen kann, wird ein Zwischensetzer eigens gebaut, um Zugang zu einem bestimmten Erzkörper in der Tiefe zu schaffen und den Abbau von dort aus zu erleichtern. Er schafft eine neue Arbeitssohle, von der aus das Erz effizienter gewonnen und abgebaut werden kann als durch seitliches Durchfahren des überlagernden Gesteins.

Der Zwischensetzer unterscheidet sich von einem Überhauen, das von einer unteren Sohle aus aufwärts getrieben wird, um eine obere zu erreichen. Beides sind Streckenauffahrungen und keine Hauptabbauschächte. Ein Zwischensetzer kann senkrecht oder geneigt abgeteuft werden, je nach Streichen des Gangs und der Geometrie der Abbausohle. Im Hartgesteinsbergbau ist ein Zwischensetzer üblicherweise mit einer Leiter, einer Bewetterungsrohrleitung und aus Holz oder Stahl gefertigten Verbänden zur Stützung der Schachtwände ausgestattet. Der Schacht ist üblicherweise enger als ein Hauptschacht, oft zwischen 3 und 6 Metern im Querschnitt, und kann für Monate oder Jahre ein einzelnes Abbaugebiet bedienen, bevor er aufgelassen wird, wenn der Bergbau in tiefere Niveaus verlagert wird.

Funktion und Lage

Ein Zwischensetzer durchfährt taubes Nebengestein, um das Erz in der Tiefe anzufahren. Das erspart die Auffahrung langer waagerechter Strecken durch mineralisiertes Gelände. Dies spart Zeit und verringert die Wegstrecke, die Bergleute zurücklegen müssen, um zum Abbaugebiet zu gelangen. Der Schacht bildet einen Knotenpunkt, an dem das Erz gefördert, die Bewetterung geregelt und der Zugang für Personal unabhängig von der übrigen Bergwerksinfrastruktur verwaltet werden kann. Das ist besonders wertvoll, wenn der Hauptschacht überlastet oder weit entfernt vom neuen Abbaugebiet liegt.

Der Zwischensetzer wird nach Standard-Schachtteuftechniken abgeteuft: Bohren, Sprengen, Laden des Schutts und Ausbau der Wände. Das Finden der richtigen Lage und Tiefe erfordert genaue geologische Kartierung und Vermessung. Ein zu tief abgeteufter Schacht verschleudert Mittel; zu flach und er verfehlt das Erz oder trifft es in einem unwirtschaftlichen Winkel. Einmal in Betrieb, bleibt der Zwischensetzer so lange in Dienst, wie der Abbau von Erz aus dieser Sohle wirtschaftlich ist.

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