SpracheEnglishDeutsch
Landtechnik

Plasticulture

Englisch: plasticulture

Die Verwendung von Kunststoffen in der Landwirtschaft.

Plasticulture: Ackerbau mit technischem Kunststofffilm

Plasticulture ist der gezielte Einsatz von Kunststoffmaterialien, üblicherweise Polyethylen oder Polyethylenterephthalat (PET)-Folie, über Anbauflächen zur Steuerung von Bodentemperatur, Feuchte, Licht und Schädlingspopulationen. Das Verfahren reicht von kleinen Gemüsebeeten bis zu großflächigen Reihenanbau-Betrieben, wo Kunststofffolien als dauerhafte, wiederverwendbare oder einmalige Barriere zwischen Boden und Luft dienen. Anders als passive Mulchung mit Stroh oder Pappe erzeugt Kunststofffolie ein abgedichtetes Mikroklima, das Anbauer gezielt steuern können.

Die häufigste Form ist schwarze Polyethylenfolie, typischerweise 25 bis 50 Mikrometer dick, die vor der Pflanzung über vorbereitete Beete ausgelegt wird. Schwarze Folie unterdrückt Unkraut durch Lichtabschluss und wärmt den Boden durch den Treibhauseffekt um 5 bis 10 Grad Celsius auf, was die Keimung beschleunigt und die Vegetationsperiode in gemäßigten Zonen verlängert. Klare oder transluzente Folien wärmen schneller, lassen aber Unkrautwuchs zu; manche Anbauer nutzen doppellagige Folien (schwarz unten, klar oben) oder reflektierende Metallfolien zur Verwirrrung bestimmter Schadinsekten. Tropfbewässerungsleitungen verlaufen oft unter oder neben der Mulchschicht, konzentrieren Wasser auf Wurzelhöhe und reduzieren gleichzeitig Verdunstung und Blatterkrankungen.

Praktische Anwendung und Varianten

Die Installation erfordert, dass die Folie über die Beete ausgerollt und verankert wird, mit eingegrabenen, beschwerten oder angehefteten Rändern. Großbetriebe nutzen motorisierte Legemaschinen, die gleichzeitig die Folie abrollen, Tropfleitungen verlegen und die Ränder fixieren. Biologisch abbaubare Folien aus Polymilchsäure (PLA) oder stärkehaltigen Polymeren sind auf dem Markt erschienen, um die Entsorgungslast zu senken, obwohl sie je nach Bodentemperatur und mikrobieller Aktivität in 60 bis 180 Tagen abgebaut werden. Perforierte oder geschlitzte Folien lassen Regen durch, behalten aber viele Mulch-Vorteile; nicht perforierte Folien erfordern zusätzliche Bewässerung, bieten aber überlegene Unkraut- und Feuchtigkeitskontrolle.

Mit zunehmendem Alter und unsachgemäßer Entfernung entstehen Probleme. UV-Strahlung baut Polyethylen nach ein bis drei Saisons ab und zerlegt es in spröde Scherben, die im Boden verbleiben und Erntegeäte kontaminieren. Unsachgemäße Verarbeitung oder Entsorgung hinterlässt Kunststoffreste, die sich in Fräsmaschinen und Mähdreschern verfangen und teure Ausfallzeiten verursachen. Einige Rechtsjurisdiktionen beschränken Einweg-Plasticulture oder schreiben Rücknahme- und Recyclingprogramme vor. In Regionen mit intensivem Regen oder hoher Luftfeuchte kann Kunststoffmulch übermäßige Feuchte speichern und trotz verbesserter Drainageauslegung Pilzinfektionen begünstigen.

Plasticulture dominiert den Anbau von Erdbeeren, Melonen, Tomaten und Paprika in subtropischen und warm gemäßigten Klimazonen und wird auch weiter nördlich als Instrument zur Vegetationsverlängerung eingesetzt. Das Verfahren entstand in den 1950er Jahren in Japan und wurde durch die 1980er und 1990er Jahre zum Standard in Nordamerika und Europa. Der wirtschaftliche Vorteil beruht auf höheren Erträgen, Arbeitseinsparungen durch weniger Handarbeit beim Unkrautjäten und früherem Marktzugang; der petrochemische Materialaufwand und die Entsorgungslast bleiben bestehende Interessenskonflikte.

Mehr aus Agricultural equipment

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.