Druckplatte
Englisch: plate
Gravierte Oberfläche zum Übertragen eines Bildes auf Papier.
Druckform: der eingefärbte Master, der dein Bild druckt
Eine Druckform ist eine flache, meist metallische Oberfläche, die ein Bild im Hochdruck-, Tiefdruckverfahren oder in planographischer Form trägt und während des Druckvorgangs Farbe auf Papier oder andere Bedruckstoffe überträgt. Das Bild existiert als physisches Muster auf der Formoberfläche: erhabene Bereiche, die Farbe halten, vertiefte Bereiche, die sie abstoßen, oder chemisch unterschiedlich behandelte Zonen, die je nach Verfahren öl- und wasserbasierten Farben anziehen oder abstoßen.
Buchdruck und Hochdruckverfahren verwenden erhabene Metall- oder Kunststoffformen, wobei die bedruckten Teile um 0,918 Zoll (Schrifthöhenstandard) über der Oberfläche erhaben sind. Kupfertiefdruck und Intaglio arbeiten umgekehrt: Das Bild sitzt vertieft in der Oberfläche, Farbe füllt die Vertiefungen, während ein Rakel Farbe von den flachen Bereichen entfernt. Bei der Lithographie werden Stein- oder Aluminiumformen chemisch behandelt, sodass Bildareale Ölfarbstoff annehmen, während Nichtbildareale Wasser annehmen und so einen Widerstand ohne physische Tiefenunterschiede erzeugen.
Flexodruckformen aus Photopolymer oder Gummi werden auf Hülsen oder Wellen für Hochgeschwindigkeits-Rollendrucke auf Folie, Aluminiumfolie und Wellpappe montiert. Tiefdruckzylinder, eine rotative Variante, sind gravierte oder geätzte Stahl- oder Kupferröhren, oft mit elektronischer Abtastung zum Schneiden von Millionen winziger Näpfchen, die genaue Farbmengen halten. Jeder Zylinder kann 30 bis 40 Zoll breit sein und mehrere hundert Pfund wiegen.
Verschleiß und Austausch von Druckformen
Formen bauen sich durch wiederholte Druckzyklen, chemischen Angriff durch Presslösungen und mechanische Abrasion durch Wischen und Reinigung ab. Eine Halbton-Tiefdruckform druckt möglicherweise 2 bis 5 Millionen Exemplare, bevor Tonpunktabbau sichtbar wird. Buchdruckformen verschleißen schneller an hohen Stellen und können nachgraviert oder neu gegossen werden, wenn das ursprüngliche Bild wertvoll ist. Lithographieformen leiden unter Schleierbildung (unerwünschte Farbe auf Nichtbildbereichen) und Fleckenbildung (fehlende Farbe in Bildbereichen), wenn der chemische Widerstand zusammenbricht, typischerweise nach 100.000 bis 500.000 Exemplaren, je nach Farbchemie und Feuchtmittel-Wartung.
Der Begriff Druckform leitet sich von ihrer wörtlichen Form ab: ein flaches Stück. Im digitalen Offsetdruck ist die traditionelle Druckform weitgehend durch direktbildende Systeme ersetzt worden, die Chemikalien direkt auf den Presszylinder schreiben, oder durch thermische und Tintenstrahlformen, die beim Drucken selbst auf der Presse belichtet oder besprüht werden. Allerdings bleibt die Nomenklatur bestehen, und Digitaldruck-Bediener sprechen immer noch davon, eine Presse zu einzuformen, wobei jahrhundertealtes Vokabular für eine grundlegend andere Technologie erhalten bleibt.