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Forst und Holz

Stangenholz

Englisch: poletimber

Holz aus Bäumen mit ausreichendem Durchmesser zur Herstellung von Stangen, aber kleiner als Schnittholz.

Werkholz: Stämme zu dünn für Bretter, aber dick genug für Masten

Werkholz wird aus Bäumen gewonnen, die in ein bestimmtes Größenfenster fallen: typischerweise 6 bis 11 Zoll Durchmesser in Brusthöhe (DBH), je nach Holzart und regionalen Normen. Im Gegensatz zu Sägeblockholz, das Schnittholz und Sperrholz liefert, wird Werkholz zu langen, geraden Masten verarbeitet, die für Stromleitungen, Zäune, Baugerüste und Hochspannungsmaste verwendet werden. Die Bäume sind üblicherweise gerade und relativ frei von größeren Fehlern, da Äste und Krümmungen Masten sofort ausschließen.

Die kommerzielle Einteilung von Werkholz hängt teilweise von der Holzart ab. Weichholzarten wie Douglasfichte, südliche Kiefer und westliche Hemlocktanne sind für Versorgungsmasten und Übertragungsmasten bevorzugt, wo Kreosot oder andere Konservierungsmittel aufgebracht werden. Hartholzarten treten seltener auf dem Werkholzmarkt auf, werden aber manchmal zu Querträgern, Konsolen oder tragenden Verstrebungen verarbeitet. Ein Mast läuft normalerweise zwischen 25 und 60 Fuß Länge; der Fußdurchmesser bestimmt üblicherweise seine Festigkeitsklasse und Arbeitsbelastungsgrenze.

Verarbeitung und Normen

Werkholz wird entrindet und oft mit Holzschutzmitteln behandelt, um Fäulnis und Insektenschäden zu verhindern. Masten für Versorgungsarbeiten müssen amerikanische Normen (ANSI O5.1) erfüllen, die minimale Faserbeanspruchung bei verschiedenen Höhen und Fußdurchmessern vorgeben. Ein Mast der Klasse 1 ist beispielsweise der stärkste; die Klassen 2 bis 10 sind in abgestufter Festigkeit geringer. Das Holz wird normalerweise vor der Behandlung auf einen Zielfeuchtigkeitsgehalt getrocknet; unzureichende Trocknung oder Behandlung kann zu Rissen, Verwölbung oder vorzeitigem Ausfall im Betrieb führen.

Der Begriff "Werkholz" selbst ist eine etwas lockere forstwirtschaftliche Klassifizierung. Bei der Holzaufnahme wird es oft mit Sägeblockholz und Zellstoffholz in breitere handelsübliche Kategorien kombiniert. Förster unterscheiden Werkholz von Sägeblockholz hauptsächlich nach Durchmesser und beabsichtigtem Verwendungszweck, nicht nach einer starren Norm. Eine 10-Zoll-Douglasfichte kann je nach Marktlage und Sägewerkskapazität in einer Region zu Masten geschnitten oder in einer anderen enthäutet zur Kraftzellstoffherstellung verwendet werden.

Der Markt für Werkholz ist stabil, aber eng. Versorgungsunternehmen und Telekommunikationsfirmen sind die Hauptkäufer und beziehen Masten in großen Mengen zum Austausch veralteter Infrastruktur oder zur Netzausbau. Der Wettbewerb durch Beton- und Glasfasermasten hat die Preise gedrückt, aber Holzmasten bleiben anfangs günstiger und lassen sich vor Ort leichter reparieren. Fäulnis an der Groundline ist der primäre Ausfallmodus; die Einhaltung von Behandlungsstandards und prompte Behebung von Fußfäule verlängert die Mastlebensdauer von 20 bis 50 Jahren, je nach Holzart, Klima und Instandhaltung.

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