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Drucktechnik

Vierfarbdruck

Englisch: process color

Ein Druckverfahren, das vier spezifische Farbtönungen (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, CMYK) und Rasterklinodruckplatten nutzt, um eine Vielzahl von Farben zu reproduzieren.

Prozessfarbe: CMYK-Druck, der Vollfarbe vortäuscht

Der Prozessfarben-Druck nutzt vier Farben: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK), die nacheinander über separate Druckplatten aufgetragen werden, um das volle Farbspektrum zu erzeugen. Jede Farbschicht wird in unterschiedlichen Winkeln aufgebracht, typischerweise 45 Grad versetzt, um sichtbare Moiré-Muster zu minimieren. Die schwarze Farbe, auch Schwarzauszug genannt, verstärkt die Schatten und sorgt für scharfe Details dort, wo die drei Prozessfarben allein zu trüben Tönen führen würden.

Die Illusion von durchgehender Farbe entsteht durch Rasterung. Anstatt Farbe in fester Schicht aufzutragen, druckt jede Platte winzige Punkte in unterschiedlichen Größen und Abständen. Beim Druck im Nassverfahren auf den meisten Untergründen liegen diese Punkte nah genug beieinander, dass das menschliche Auge sie aus normaler Betrachtungsdistanz zusammensieht. Ein typisches Rasternetz nutzt 65 bis 175 Linien pro Zoll im Flachdruckverfahren, während Publikationen bis 300 lpi erreichen können. Zeitungsdruck nutzte traditionell gröbere Raster um 65 bis 85 lpi, da das Papier keine feine Details halten kann.

Prozessfarben sind wirtschaftlich für große Auflagen von fotografischen Bildern und durchgehend getönten Motiven. Eine vierfarbige Offsetdruckmaschine erzeugt 5.000 bis 20.000 Abzüge pro Stunde. Das Verfahren funktioniert auf Papier, Karton und Folie, scheitert aber bei bestimmten Untergründen. Ungestrichener Zeitungsdruck zeigt Punktzunahme, bei der Punkte beim Kontakt mit der saugfähigen Oberfläche aufquellen und Farben abschwächen. Glanzgestrichenes Papier minimiert dies und hält die Punktform stabil.

Farbauszug und Grenzen

Der Arbeitsablauf beginnt mit dem Farbauszug: Ein Original wird gescannt oder fotografiert und digital in seine vier Farbkanäle zerlegt. Erfahrene Drücker gleichen dann während der Vorbereitung Farbdichte und Farbton ab, denn CMYK kann nicht alle für das menschliche Auge sichtbaren Farben vollkommen wiedergeben. Leuchtende, gesättigte Töne und Sonderfarben außerhalb des Farbraums wirken matter. Deshalb ergänzt hochwertige Verpackungs- und Markenarbeit den Prozessfarben-Druck häufig mit Sonderfarben.

Die Passer-Genauigkeit bestimmt die Druckqualität. Wenn Cyan-, Magenta- und Gelbplatte auf gestrichenen Papieren um mehr als 0,003 Zoll versatz sind, werden Farbsäume sichtbar und Rasterpunkte verbinden sich nicht richtig. Maschinen nutzen Passermarken, mechanische Greifsysteme und Passersensoren, um die Toleranz zu halten. Auch kleine Abweichungen summieren sich über den Drucklauf, weshalb lange Auflagen auf älteren Maschinen oft Randeffekte zeigen.

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