Schleifmaschine für Eisenbahnschienen
Englisch: rail grinder
Ein Schienenunterhaltungsfahrzeug zum Wiederherstellen des Profils und Beseitigen von Verschleißerscheinungen wie Wellungen auf abgenutzten Gleisen, um ihre Lebensdauer zu verlängern und die Fahrtqualität zu verbessern.
Schienenschleifer: Die Maschine, die abgenutzte Stahlschienen abfeilt
Ein Schienenschleifer ist ein spezialisiertes Eisenbahnunterhaltungsfahrzeug, das mit rotierenden Schleifsteinen oder Schleifrädern Oberflächenmaterial von den Köpfen und Seiten von Stahlschienen abträgt. Die Arbeit stellt die richtige Spurgeometrie wieder her, beseitigt Wellungen und Wellenmuster, die sich durch den Verkehr entwickeln, und verlängert die Lebensdauer von Schienen um 5 bis 15 Jahre, je nach Spurzustand und Schleifhäufigkeit. Die Maschine fährt langsam entlang der Schiene, typischerweise mit 2 bis 8 km/h, während Dutzende Schleifköpfe parallel über die und entlang der Schienenoberfläche arbeiten.
Schienenschleifen wurde in den 1980er und 1990er Jahren zur Standardpraxis, nachdem Bahnbetreiber erkannten, dass regelmäßiges Schleifen kostengünstiger war als vorzeitiger Schienenaustausch. Moderne Schleifer tragen zwischen 1 und 5 Millimeter Material in einem Durchgang ab und schaffen eine frische, glatte Lauffläche, während sie harte Stellen, oberflächliche Risse und die Ausschälungen beseitigen, die entstehen, wenn sich Schienenstahl ungleichmäßig verfestigt. Tangentialschleifer, die die Schleifsteine parallel zum Schienenkopp ausrichten, sind am häufigsten bei Güterbahnen und Personenbahnen anzutreffen; einige spezialisierte Maschinen nutzen zylindrische Steine, die senkrecht zur Schiene montiert sind, um bestimmte Verschleißmuster zu beheben.
Die Schleifkopfbaugruppen sitzen auf gelenkigen Armen, die die Steine unter kontrolliertem hydraulischem Druck gegen die Schiene drücken, typischerweise 50 bis 150 Kilogramm pro Schleifkopf. Steine werden regelmäßig abgerichtet, um die Schneidleistung beizubehalten, und Bediener überwachen Staubwolken und Vibrationen, um festzustellen, wenn Steine glanzgebrannt oder stumpf sind. Die meisten Schleifer erzeugen 50 bis 100 Dezibel Lärm und erzeugen feinen Stahlstaub und Partikel; moderne Maschinen haben Wasserspritzsysteme, um Staub zu unterdrücken und die Schleifzone zu kühlen, die während intensiver Arbeit über 200 Grad Celsius überschreiten kann.
Einschienenschleifer bearbeiten eine Schiene zur Zeit und eignen sich für Nebenstrecken oder Kurven, wo die Spurgeometrie variiert; Zweischienenschleifer schleifen beide Schienen gleichzeitig auf geraden, schnellen Strecken und sind Standard für Hauptstrecken. Manche Maschinen haben Profilköpfe, die abgenutzte oder beschädigte Schienennormale auf Originalabmessungen wiederherstellen können, während andere sich rein auf die Wellenentfernung konzentrieren. Tragbare Schleifer auf schienengebundenen Plattformen werden für kleine Arbeiten oder auf Nebenstrecken eingesetzt; große spezialisierte Schleifzüge, die von regionalen Bahnbehörden betrieben werden, bewältigen jährlich Tausende von Kilometern.
Wellungen treten auf hochbelasteten Linien innerhalb von Monaten wieder auf, daher wird Schleifen oft alle 12 bis 36 Monate wiederholt, je nach Tonnage und Geschwindigkeiten. Fehlende Schleifarbeiten führen zu beschleunigtem Verschleiß, erhöhtem Rollgeräusch, Komfortverlust und schließlich zu Schienenbruch. Der Name spiegelt die einfache mechanische Wirkung wider: Das Werkzeug feilt die angesammelte Verhärtung und Unebenheit weg, um das ursprüngliche glatte Profil der Schiene wiederherzustellen, ähnlich wie ein Stein eine Messerklinge schärft.