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Kfz-Technik

Zylinderbohrung

Englisch: rebore

Das Verfahren zur Veränderung der Bohrung eines Motors.

Zylinderaufbohrung: Vergrößerung eines Motoryzylinders zur Wiederherstellung oder Steigerung des Hubraums

Eine Zylinderaufbohrung ist die Spanabhebeoperation, die den Innendurchmesser eines Motoryzylinders vergrößert. Der Zylinderbohrkern, bereits abgenutzt oder beschädigt durch jahrelange Benutzung, wird auf die nächste Standardübergröße ausgerieben oder ausgebohrüber, typischerweise 0,010 Zoll, 0,020 Zoll oder 0,030 Zoll größer im Durchmesser. Neue Kolben und Ringe, die dieser Übergröße entsprechen, werden dann eingebaut, um die Kompression und Dichtwirkung wiederherzustellen und den Motor wieder in Betrieb zu nehmen oder seinen Hubraum zu erhöhen.

Das Verfahren erfordert präzise Arbeit auf einer Bohrmaschine oder Honmaschine. Der Zylinder muss aufgeweitet werden, um die beschädigte Oberflächenschicht, Kratzer oder Verschleißkanten zu entfernen, die ein ordnungsgemäßes Sitzen der Ringe verhindern. Graugussblöcke können normalerweise drei oder vier Aufbohrungen vertragen, bevor die Zylinderwände zu dünn werden; Aluminiumblöcke mit Graugusseinlagen erlauben möglicherweise nur eine oder zwei. Manche Blöcke können überhaupt nicht aufgebohrt werden, wenn sie die vom Hersteller festgelegten Grenzwerte für die Übergröße erreichen.

Aufbohrung statt Austausch

Ein kompletter Motorenersatz kostet wesentlich mehr als die Zerspanungsarbeit und das neue Kolben- und Ringset, das für eine Aufbohrung erforderlich ist. Bei Industriemotoren, Landmaschinen und älteren Fahrzeugen ist die Aufbohrung die übliche Methode zur Verlängerung der Lebensdauer. Die Alternative, einen Zylinder zu füttern (ein Stahl- oder Graugussrohr in die beschädigte Bohrung einzubauen), ist teurer und erfordert unterschiedliches Werkzeug, ermöglicht aber eine Wiederherstellung, wenn keine Übergröße mehr möglich ist.

Die Aufbohrung wird auch verwendet, um den Motorhubraum absichtlich zu vergrößern und damit die Leistung oder das Drehmoment zu erhöhen. Eine 0,030-Zoll-Aufbohrung auf einem Vierzylindermotor mit 2,0 Litern erhöht den Hubraum auf etwa 2,1 Liter. Dies ist üblich bei der Motorregeneration für Leistungsanwendungen, erfordert aber angepasste Kolben, sorgfältige Ausgewuchtung und eine Neuberechnung des Verdichtungsverhältnisses.

Der Begriff stammt vom Verb bore, das bedeutet, ein Loch zu bohren oder zu vergrößern; rebore beschreibt das Bohren des Lochs erneut, tiefer oder breiter. Die Arbeit liegt zwischen Routinewartung und großer Motorüberholung und wird oft mit dem Neuanschliff der Kurbelwelle, dem Austausch von Lagern und dem Einbau eines neuen oder überholten Zylinderkopfs kombiniert.

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