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Bauwesen

verputzen

Englisch: render

Eine Wand mit einer Schicht Putz überziehen.

Verputz: eine Wand mit Putz oder Mörtel beschichten

Verputz ist das Aufbringen einer schützenden und dekorativen Schicht aus Putz, Mörtel oder ähnlichem Material auf die Außen- oder Innenseite einer Wand. Die Putzschicht ist typischerweise 10 bis 20 mm dick, haftet auf dem Untergrund und erzeugt eine witterungsdichte Oberfläche. Bei Außenanwendungen dient Verputz als Hauptschutz vor Regendurchgang und thermischen Bewegungen.

Die gebräuchlichsten Putze sind zementgebunden, kalkgebunden oder gipsgebunden. Zementputz, gemischt aus Portlandzement, Sand und Wasser, bietet Dauerhaftigkeit und kurze Abbindezeiten; er ist Standard bei feuchten oder exponierten Bedingungen. Kalkputz aus Kalkteig und Scharfsand ist flexibler und diffusionsoffen, bevorzugt bei Instandhaltungsarbeiten und auf älteren Mauerwerk. Moderne Putze enthalten oft Acryl- oder Silicone-Zusätze, um Wasserbeständigkeit und Elastizität zu verbessern, ohne die Dampfdurchlässigkeit zu mindern.

Verputz beginnt mit der Untergrundvorbereitung: die Wandfläche muss sauber, stabil und oft angefeuchtet sein, um zu verhindern, dass der Putz zu schnell austrocknet. Mehrschichtputze sind üblich, besonders auf schlechten oder unebenen Untergrund. Eine Grundierung (erste Schicht) wird aufgebracht, gefugt, um mechanische Haftung für die nächste Schicht zu bieten, gefolgt von einer Zwischenschicht (zweite Schicht) und manchmal einer Oberflächenschicht. Jede Schicht wird vor dem Auftragen der nächsten aushärten gelassen, normalerweise 5 bis 14 Tage je nach Witterung und Material.

Häufige Mängel und ihre Ursachen

Verputz versagt, wenn der Untergrund zu nass, zu trocken oder die Temperaturschwankungen während des Auftrags zu schnell sind. Thermische Risse entstehen, wenn dicke Putze Gebäudebewegungen nicht aufnehmen können; deshalb begrenzen moderne Normen die Einfaserdicke und fordern Bewegungsfugen. Haftungsverlust tritt auf, wenn die Haftung schwach ist, oft durch Laitance (eine schwache Zementschicht) auf dem Untergrund oder unverträgliche Saugfähigkeiten zwischen den Schichten. Ausblühungen und Flecken entstehen durch Salze oder Feuchte, die durch den Putz wandern.

Der Begriff Verputz leitet sich vom Verb beschichten oder bedecken ab und ist Standard im britischen und Commonwealth-Bauwesen. In Nordamerika wird Innenputz häufiger verwendet; Außenputz (Stucco, eine Putzart) ist aber weit verbreitet. Die Kenntnis lokaler Materialkonventionen und Witterungsbelastungsklassen ist unerlässlich, da die Putzspezifikationen zwischen maritimen, industriellen und Binnenstandorten deutlich unterscheiden.

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