Rosinpapier
Englisch: rosin paper
Ein robustes Filzpapier, das im Bauwesen als Unterlagenschicht unter Fußboden und Verkleidungen verwendet wird.
Dachpappe: Kraftpapier mit Rückseite, das Feuchtigkeitswanderung stoppt
Dachpappe ist ein gesättigtes Kraftpapier, typischerweise 35 bis 40 Pfund pro 3000 Quadratfuß, das als Feuchtigkeitsbarriere und Gleitschicht in Konstruktionsaufbauten verwendet wird. Sie liegt zwischen tragenden Unterlagen und Oberflächenmaterialien und ermöglicht es, dass Dampf in eine Richtung wandert, während flüssiges Wasser blockiert wird und die Reibung beim Einbau reduziert. Das Papier selbst ist Kraft (aus Holzstoff hergestellt), und die Harzschicht, gewonnen aus Kiefernharz oder synthetischen Äquivalenten, verleiht ihr Wasserfestigkeit und eine glatte Oberfläche.
Im Wohnungsbau wird Dachpappe über Betonplatten oder Holzuntergründen ausgelegt, bevor Hartholz, Mehrschichtholz oder elastische Bodenbeläge verlegt werden. Die Gleiteigenschaft ermöglicht es den Bodenbelägen, sich saisonal auszudehnen und zusammenzuziehen, ohne am Untergrund zu haften. Unter Fassadenverkleidung dient sie als Witterungsschutz hinter der Bekleidung und ermöglicht dem Wandhohlraum zu atmen, während größere Wassermengen abfließen. Einige Handwerker legen sie auch unter Dachschalung als sekundäre Wasserschutzschicht, obwohl moderne Kunststoffunterlachen sie in vielen hochwertigen Anwendungen verdrängt haben.
Dachpappe reißt und durchsticht leicht. Scharfe Untergrundfestener, Körner auf Beton oder Fußgängerverkehr auf ungeschützten Rollen beeinträchtigen sie vor der Bodenverlegung. Ist sie durchbrochen, sickert Feuchtigkeit durch die Bruchstelle und erreicht möglicherweise die Holzkonstruktion oder führt zu Bodenwölbungen. Das Material verschlechtert sich auch bei längerer UV-Einwirkung; es wird spröde und verliert seine Wasserfestigkeit, daher sollte es während der Bauzeit nicht länger als einige Wochen freiliegen.
Der Name spiegelt die Zusammensetzung wider: Harz, das feste Harznebenprodukt der Kiefernöldestillation, war historisch der Standardwasserschutzmittel. Synthetische Versionen ersetzen jetzt oft natürliches Harz, aber der Begriff bleibt im Handwerk bestehen. Handwerker verwechseln sie manchmal mit Asphaltpappe (Teerpappe), die schwerer und weniger rutschig, aber weniger dampfdurchlässig ist. Dachpappe ist die leichtere, atmungsaktive Variante; Asphaltpappe ist die Dampfsperre. Keine sollte ohne Rücksicht auf den Wand- oder Bodenschichtaufbau gegen die andere ausgetauscht werden.