Aufreißer
Englisch: ripper
Werkzeug oder Maschine zum Lockern und Auflockern verdichteter Böden.
Ripper: Maschine, die verdichteten Boden aufbricht
Ein Ripper ist ein Anbaugerät oder eigenständige Maschine, die verdichtete Erde, Gestein oder Asphalt aufbricht und lockert, ohne es vollständig auszuheben. Er besteht aus einem oder mehreren massiven Stahlzähnen oder Scharen, die auf einem Rahmen montiert sind und von einem Traktor, Dozer oder Bagger durch das Material gezogen oder geschoben werden. Die Zähne zertrümmern die Oberfläche und heben sie an, anstatt sie zu entfernen; das zerbrochene Material bleibt für anschließende Planierarbeiten oder Abtransport an Ort und Stelle.
Ripper gibt es in zwei Hauptausführungen: Einzelscharripper mit einem Tiefzahn zum Eindringen in harten Untergrund oder flaches Anstehende, und Mehrscharripper mit drei bis fünf parallel angeordneten Scharen für breitere Abdeckung von mäßig verdichtetem Boden. Einzelscharen dringen je nach Bodenart und Traktorleistung 300 bis 600 mm ein; Mehrscharen arbeiten näher an der Oberfläche, decken aber 1,5 bis 3 Meter Breite ab. Die Zähne selbst sind austauschbare, gehärtete Stahlgussteile; die Verschleißung ist in abrasiven Böden schnell und bei steinigem Untergrund nahezu augenblicklich.
Ripper sind unverzichtbar zur Vorbereitung von Baustellen, wo der Untergrund durch Verkehr oder Witterung verdichtet wurde. Sie brechen auch alten Asphalt auf, lockern stark befahrene Transportwege, bereiten Leihgruben vor und zerkleinern flache Gesteinsschichten vor konventionellen Ausschachtungen. Im Straßenbau vermindert Rippen den Verschleiß an Löffeln und Hydrauliksystemen im Vergleich zur direkten Ausschachtung von hartem Material. Rippen wird üblicherweise von einem Planierpass und manchmal einer Walze gefolgt, je nach endgültiger Oberflächenbeschaffenheit.
Grenzen und Herausforderungen
Ripper verlieren ihre Wirksamkeit bei Ton, der entweder zu nass oder zu trocken ist; durchnässter Ton verstopft die Zähne und füllt verfügbaren Porenraum, während knochentrocker Ton härter als das Stahl selbst sein kann. Vergrabene Versorgungsleitungen und unerwartete Gesteinstiefen sind Gefahren: Zähne verfangen sich in Kabeln und brechen, und dichtes Anstehende unter Lockergestein führt zu heftigen Rucken. Die Staubentwicklung ist in trockenen Bedingungen hoch, und der Kraftstoffverbrauch beim Rippen von hartem Material kann doppelt so hoch sein wie beim einfachen Planieren.
Der Begriff "Ripper" wird manchmal locker auf jedes Zahn- oder Krallenwerkzeug angewendet, aber im Tiefbau bezeichnet er speziell ein Werkzeug zum Aufbrechen an Ort und Stelle, nicht zum Greifen oder Schneiden. Rippen hat keine standardisierte Handelsbezeichnungsvariante; es unterscheidet sich von Scarifizieren (das flacher ist und üblicherweise nur Oberflächenverdichtung behandelt) und vom tieferen Subsoiling, einer gezielteren landwirtschaftlichen Operation.