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Transport und Logistik

Zugzielanzeiger

Englisch: roller blind

Ein Zielanzeigeblatt an Bussen und Zügen mit zwei Rollen oben und unten, das gerollt werden kann, um verschiedene Ziele und Liniennummern durch ein kleines Fenster anzuzeigen.

Rollblende: das Textilband, das zeigt, wohin der Bus wirklich fährt

Eine Rollblende ist ein langes Stoffband, das zwischen zwei zylindrischen Walzen aufgewickelt ist und über oder unter einer Fensteröffnung an Bus oder Bahn montiert wird. Sie zeigt Fahrtzielnamen, Liniennummern und Betriebsinformationen an, während der Fahrer die Walzen dreht und verschiedene Abschnitte des bedruckten Texts durch das Sichtfenster vorbeiführt. Der Mechanismus funktioniert rein mechanisch, mit einer Handkurbel oder einem Hebel auf der Fahrerseite zum Abspulen und Aufspulen des Materials.

Der Stoff selbst, üblicherweise Leinen oder Baumwollcanvas, ist mit Fahrtzieltexten und Nummern in regelmäßigen Abständen bedruckt. Ein kompletter Durchlauf der Walzen entspricht einer vollständigen Rotation durch alle verfügbaren Ziele auf dieser Linie. Ältere Stadtbusse trugen häufig mehrere Blenden pro Fahrzeug: eine für die Frontscheibe mit Hauptziel und Liniennummer, eine weitere für die Seitenwand mit Haltstellen und manchmal eine dritte für die Rückseite. Die Blende ist straff um die untere Walze gewickelt, und während die Kurbel dreht, wickelt sie sich von der unteren Walze ab und auf die obere auf.

Verschleiß und Bedienungsfehler

Rollblenden verschleißen an vorhersehbaren Stellen. Wiederholtes Aufwickeln führt dazu, dass der Stoff an den Kanten, wo er die Walzenschäfte berührt, ausfranst und dünner wird. Der Drucktinte kann auch unter Ultraviolettstrahlung verblassen, was den Text nach mehreren Jahren Straßennutzung unleserlich macht. Fahrerinnen und Fahrer wickeln die Blende gelegentlich über das richtige Ziel hinaus oder aktualisieren sie zwischen Fahrten nicht, was bei Fahrgästen zu Verwirrung führt. Festsitzende Walzen durch Verschmutzung oder gerissener Stoff können jede Bewegung verhindern und erfordern ein Neuaufwickeln der Blende in der Betriebswerkstatt.

Die Rollblende dominierte die Fahrgastinformation im Öffentlichen Nahverkehr von den 1920er bis 1980er Jahren, da sie keinen Strom brauchte, kostengünstig herzustellen war und schnell gewechselt werden konnte, ohne Hardware zu demontieren. Sie hielt sich am längsten in kleineren Städten und im Regionalverkehr. Die Erfindung von LED- und elektronischen Fahrtanzeigen verdrängte sie ab den 1990er Jahren allmählich, obwohl einige Museumsbusse und im Denkmalverkehr betriebene Fahrzeuge sie aus Gründen der Authentizität oder praktischen Nutzung auf kurzen Festlinien mit begrenzten Zieloptionen beibehalten.

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