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Landtechnik

Schwänzeltanz

Englisch: round dance

Wiederholte, kreisförmige Bewegung einer foragierenden Honigbiene, um anderen Arbeiterinnen mitzuteilen, dass sie eine ergiebige und nahe Nahrungsquelle gefunden hat.

Rundtanz: das Nahbereichs-Futtersignal der Biene

Ein Rundtanz ist eine stereotype Kreisbewegung, die eine sammelnde Honigbiene auf der Wabe ausführt, um Nestgenossinnen auf eine Futterquelle in etwa 50 Metern Entfernung vom Stock hinzuweisen. Die Biene zieht dabei einen engen Kreis und wechselt wiederholt die Richtung, während sie ihren Körper vibriert und Laute erzeugt. Andere Arbeiterinnen versammeln sich um die Tänzerin, machen Fühlerkontakt und nehmen Geruchsstoffe vom Körper der Tänzerin auf, bevor sie zur angezeigten Stelle fliegen.

Der Rundtanz vermittelt im Vergleich zum Schwänzeltanz weniger Richtungsinformationen, der für entfernte Futterquellen verwendet wird. Stattdessen signalisiert er hauptsächlich die Futterqualität und Distanzbereich durch Intensität und Häufigkeit des Kreismusters. Eine Biene, die einen intensiven Rundtanz auf einer Blüte mit hohem Nektargehalt aufführt, rekrutiert mehr Sammler als eine, die für eine Randquelle tanzt. Der Tanz erzeugt Schallfrequenzen im Bereich von 200 bis 300 Hertz, die die Wabe in Vibration versetzen und Bienen aus benachbarten Bereichen des Stocks anlocken.

Imker und Agrarforscher überwachen die Rundtanzaktivität als Indikator für das Trachtangebot in der Nähe des Bienenhauses. Verstärkter Rundtanz während einer Nektartracht deutet auf ausreichende lokale Futterressourcen hin und vermindert das Risiko von Raub oder Hungerstreß. Umgekehrt zeigt das Fehlen von Rundtänzen an, daß Sammler weiter fliegen müssen oder daß das Trachtangebot abgenommen hat. Dieses Verhalten ist besonders wichtig im Frühjahr und Spätsommer, wenn die Feldblüten in der Nähe des Stocks entscheidend für die Überwinterung des Volkes sind.

Der Rundtanz scheint die ursprüngliche Form der Rekrutierungskommunikation der Honigbiene zu sein. Der Schwänzeltanz entwickelte sich wahrscheinlich als Verfeinerung des Rundtanzes, indem durch Winkel und Geschwindigkeit der Schwänzelphase Richtungskomponenten hinzukamen. Einige Apis-Arten und verwandte Bienengattungen nutzen Varianten des Kreistanzes zur Rekrutierung, was darauf hindeutet, daß dieser Mechanismus in der Honigbienenentwicklung tief verankert ist.

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