Roundup
Englisch: roundup
Eine Tätigkeit, bei der Rinder zusammengetrieben werden, um sie zu inspizieren, zu zählen, zu brandmarken oder zu versenden.
Zusammentrieb: Sammeln und Verarbeiten von Rindern auf der Weide
Ein Zusammentrieb ist das systematische Sammeln von Rindern von der Weide oder Rangeland an einen zentralen Ort, typischerweise in einen Pferch oder Haltepferch, zu Zwecken der Kontrolle, Zählung, des Brennens, der Behandlung oder des Versandes. Die Arbeit wird von Reitern zu Pferd oder in modernen Betrieben manchmal mit Geländefahrzeugen durchgeführt, um Rinder über große Landflächen zu treiben und sie zum Sammelplatz zu leiten.
Umfang und Komplexität eines Zusammentriebs hängen von der Herdengröße und dem Gelände ab. Ein kleiner Betrieb könnte 50 Tiere von einer einzelnen Weide in wenigen Stunden sammeln. Große Ranches im Westen führen Frühjahrs- und Herbstzusammentriebe durch, bei denen mehrere hundert oder tausend Rinder über zehntausende von Acres verteilt sind. Die typische Reiterzahl liegt bei drei bis vier Personen auf kleineren Ranches bis zu einem Dutzend oder mehr auf großen Betrieben. Die Arbeit verlangt Kenntnisse des Rinderverhaltens, Reitkunst und genaue Ortskenntnisse der bearbeiteten Landflächen.
Praktische Anwendungen und Arbeitsablauf
Zusammentriebe dienen unterschiedlichen betrieblichen Zwecken. Ein Frühjahrssammentrieb konzentriert sich üblicherweise auf das Brennen von über den Winter geborenen Kälbern, die Impfung des Bestandes und die Überprüfung der Herdengesundheit. Herbstzusammentriebe bereiten das Rindvieh für den Markt vor, trennen Zuchttiere und kontrollieren Tiere vor dem Winter. Dazwischen können kleinere therapeutische Zusammentriebe angeordnet werden, um kranke Tiere zu behandeln, Zäune zu reparieren oder Rinder zwischen Weiden zu verlegen. Die gesammelten Rinder werden nach Alter, Geschlecht und Bestimmungsort durch Sortiergatters und Haltepferche getrennt und danach entweder auf die Weide zurückgetrieben oder auf Anhänger verladen.
Wetter und Tageslichtverhältnisse setzen echte Grenzen. Ausgedehnte Zusammentriebe unter schlechten Bedingungen führen zu Tierstress, Gewichtsverlust und Verletzungen. Frühe Morgenaufbrüche sind standardmäßige Praxis, um die Arbeitszeit zu nutzen und die Temperaturen tragbar zu halten. Schwieriges Gelände wie steile Canyons oder dicht bewachsenes Land verlängert die erforderliche Zeit und erhöht die physische Belastung für Reiter und Pferde. Die Verfügbarkeit von Wasser entlang der Treibstrecke beeinflusst, wie schnell Rinder bewegt werden können.
Häufige Probleme sind Tiere, die sich von der Hauptgruppe trennen, Rinder, die ausbrechen oder sich weigern, in die gewünschte Richtung zu gehen, und Konflikte zwischen dominanten Tieren, die die Herde durcheinander bringen. Verletzte oder erschöpfte Rinder müssen möglicherweise zurückgelassen werden für spätere Bergung. Der Begriff "Zusammentrieb" selbst leitet sich von der Kreisbewegung der Reiter ab, die das Rindvieh umringen, um es nach innen zu treiben, obwohl die moderne Praxis je nach Gelände und Herdeneigenschaften oft linearer arbeitende Treibtechniken nutzt.