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Bahntechnik

Streckenweg

Englisch: route

Ein von einem Bahnverkehrssicherungssystem für die Zugfahrt freigegebener und gesperrter Weg, der Konfliktzugfahrten verhindert.

Fahrstraße: ein verriegelter Signalweg für einen Zug

In der Eisenbahnsignaltechnik ist eine Fahrstraße ein vorbestimmter Weg durch ein Netz von Gleisabschnitten und Weichen, der vom Signalsystem aufgebaut und verriegelt wurde, um die sichere Fahrt eines einzelnen Zuges zu ermöglichen. Die Fahrstraße verläuft von einem Einsignalfeld (dem Ausgangspunkt) durch einen oder mehrere Blockabschnitte bis zu einem Ausfahrtssignal am Zielort. Ist eine Fahrstraße aufgebaut und verriegelt, werden alle Weichen auf diesem Weg in der korrekten Stellung gehalten, und Gegenfahrstraßen, die einen anderen Zug in die gleichen Abschnitte leiten würden, können nicht aufgebaut werden.

Fahrstraßen werden über eine Stellanlage aufgebaut, entweder durch Handhebelwerk bei älteren Anlagen oder durch Drucktaster und Gleisbildpult in modernen Stellwerken. Ein Fahrdienstleiter fordert eine Fahrstraße von einem Signal zum anderen an, und die Verschlusslogik prüft, dass jeder Abschnitt frei ist, jede Weiche beweglich ist und keine Gegenfahrstraße bereits aktiv ist. Nur wenn diese Bedingungen erfüllt sind, verriegelt das Signalsystem die Fahrstraße, gibt das Einsignalfeld und autorisiert den Triebfahrzeugführer zur Weiterfahrt. Der Verriegelungsmechanismus ist bei älteren Systemen mechanisch oder bei modernen Anlagen elektronisch, aber das Prinzip bleibt gleich: eine aufgebaute Fahrstraße kann erst aufgelöst werden, nachdem der Zug sie vollständig durchfahren hat.

Varianten und Komplexität

Fahrstraßen können einfach sein und vielleicht zwei oder drei Blockabschnitte auf einer eingleisigen Strecke umfassen, oder komplex, mit mehreren Weichen und Kreuzungen auf einem stark belasteten Bahnhof. Manche Systeme erlauben es, Fahrstraßen im Voraus aufzubauen und zu halten, bis ein Zug sie benötigt, andere bauen sie erst auf, wenn ein Zug fahren soll. In großen Rangierbahnhöfen und Bahnhöfen können mehrere kurze Fahrstraßen miteinander verknüpft sein, sodass der Aufbau einer Fahrstraße automatisch Gegenbewegungen mehrere Bahnsteige weiter verhindert. Fahrstraßenfreigaben sind zeitlich üblich: das Signalsystem stellt eine Fahrstraße automatisch frei, wenn der Zug sie nach einer bestimmten Zeit nicht benutzt hat, um die Abschnitte für andere Zugbewegungen verfügbar zu machen.

Der Begriff Fahrstraße entstand aus dem Bedürfnis, eine vollständige, geschützte Fahrbahn zu beschreiben, statt einzelner Signale oder Weichen. Im Gegensatz zu einem Signal, das eine Zugbewegung regelt, umfasst eine Fahrstraße den gesamten verriegelten Korridor. Im Gegensatz zu einer Weiche, die ein einzelnes mechanisches Gerät ist, ist eine Fahrstraße ein abstraktes Konstrukt, das durch die Verschlussanlage durchgesetzt wird. In der alltäglichen Eisenbahnsprache sprechen Fahrdienstleiter davon, eine Fahrstraße aufzubauen, zu halten und freizugeben oder zu stornieren, wodurch sie zur Grundeinheit der Verkehrslenkung auf gesicherten Strecken wird.

Wenn Fahrstraßen gestört sind oder sich widersprechen, können Züge nicht sicher weiterfahren, daher ist der Fahrstraßenaufbau eine der ersten Maßnahmen bei Signalstörungen. Schlecht ausgelegte Verschlusslogik kann zu Verklemmungen führen, bei denen berechtigte Zugbewegungen ohne manuelles Stornieren von Fahrstraßen unmöglich sind. Moderne Systeme nutzen computergestützte Stellwerke, um Fahrstraßen automatisch in Reaktion auf Zugmeldungen und Fahrplandaten aufzubauen und damit manuelle Eingriffe zu reduzieren und den Verkehrsfluss zu beschleunigen, aber die Fahrstraße bleibt das Kernkonzept, wie Signalisierung die Berechtigung zur Fahrt gewährt.

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