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Landtechnik

CMV

Initialism für Gurkenmosaikvirus

CMV: ein Virus, das Kürbis- und Hülsenfrüchtekulturen schwer schädigt

Das Gurken-Mosaik-Virus ist ein Potyvirus, das durch Blattläuse und, kritisch wichtig, durch kontaminierte Hände und Werkzeuge übertragen wird. Es befällt Gurken, Melonen, Kürbisse, Bohnen, Erbsen und Paprika und verursacht gefleckte gelb-grüne Blätter, deformierte Früchte und erhebliche Ernteverluste. Die Viruspartikel sind stabförmig, etwa 15 Nanometer im Durchmesser, und überleben auf Pflanzresten und im Boden mehrere Wochen lang. CMV verbreitet sich schon durch kurzen Kontakt: eine einzelne Blattlaus kann Viruspartikel von einem befallenen Feld auf ein gesundes in wenigen Minuten übertragen.

Die Symptome variieren je nach Wirtspflanze und Virusstamm. Bei Gurken zeigt sich das charakteristische Mosaik-Muster zuerst auf jungen Blättern als helle Streifen und Flecken. Die Früchte werden höckerig, verfärbt und unverkäuflich. Befallene Melonen bleiben klein und bitter. Bohnen zeigen starke Kümmerwüchsigkeit und vorzeitigen Blattfall. Verschiedene CMV-Stämme (eingeteilt in Untergruppen) verursachen unterschiedliche Symptom-Schweregrade; manche Stämme bleiben bei bestimmten Wirtspflanzen symptomlos, infizieren diese aber dennoch aktiv.

Management und Diagnose

Vorbeugung ist der praktische Ansatz, da es keine Heilung gibt, sobald eine Infektion vorliegt. Erzeuger nutzen reflektierende Mulche, um Blattläuse zu verwirren, bauen CMV-resistente Sorten an, wo verfügbar, und entfernen befallene Pflanzen sofort. Die Kontrolle von Blattlauspopulationen mit Insektiziden bietet nur teilweisen Schutz, da die Übertragung während des kurzen Befalls stattfindet. Werkzeugreinigung, Handwäsche zwischen Pflanzen und Verzicht auf Tabakarbeit im Feld sind unverzichtbar, denn das Risiko der mechanischen Übertragung ist real und unmittelbar.

Labortests (ELISA oder RT-PCR) bestätigen CMV-Infektionen und identifizieren den Stamm, was für die Sortenauswahl und Resistenzzüchtung relevant ist. Viele Saatgutunternehmen prüfen ihre Zuchtstöcke inzwischen auf CMV. Erzeuger scouten ihre Felder während der Vegetationsperiode wöchentlich auf frühe visuelle Zeichen, besonders bei Kürbisgewächsen, da die frühe Entfernung befallener Pflanzen die sekundäre Ausbreitung deutlich verringert.

CMV ist weltweit wirtschaftlich bedeutsam, da es hochwertige Gemüse- und Körnerleguminosen-Kulturen befällt. Verluste können in unbewirtschafteten kommerziellen Feldern 30 bis 50 Prozent erreichen. Der Name stammt aus seiner ursprünglichen Identifizierung in Gurkenkulturen in Nordamerika im frühen zwanzigsten Jahrhundert, obwohl es heute als ein Komplex unterschiedlicher Stämme mit verschiedenen geographischen Verbreitungsgebieten und Wirtspflanzenpräferenzen bekannt ist.

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