Salamander
Englisch: salamander
Erstarrtes Material auf dem Ofenherd.
Salamander: erstarrter Metallschrott, der den Ofensohle verstopft
Ein Salamander ist eine Masse aus erstarrtem Metall, Schlacke und Feuerfestmaterial, die sich auf der Sohle eines Hochofens oder eines anderen Hochtemperatur-Schmelzgefäßes ansammelt. Anders als das mythische Wesen, nach dem er benannt ist, kann dieser Salamander kein Feuer überstehen, doch er besteht an der heißesten Stelle des Ofens, wo flüssiges Metall fließt. Er entsteht aus Metall, das abgekühlt und sich mit Schlackenrückständen, Asche und Bruchstücken der Feuerfestauskleidung verbunden hat und bildet so ein hartes Hindernis, das direkt auf der Ofensohle sitzt.
Salamander enthalten typischerweise je nach dem zu schmelzenden Material Eisen, Mangan oder Kupfer, vermischt mit Silikaten aus Schlacke und Oxiden aus dem Schamottstein. Sie reichen von faustgroßen Brocken bis zu mehrere Tonnen schweren Massen in großen Öfen. Das Problem besteht darin, dass ein Salamander den Fluss von Schmelzflüssigkeit und Schlacke zum Abstich behindert, die Arbeiter zum Umgehen zwingt und bei ausreichender Größe während Wartungspausen physisch aufgebrochen und entfernt werden muss. In Hochöfen geschieht dies oft mit Vorschlaghammern und Brechstangen, sobald der Ofen erkaltet ist.
Prävention ist das praktische Anliegen. Eine heiße Sohle und gute Schlackenchemie, die frei fließt, verringern die Salamanderbildung. Hochwertige Feuerfestmaterialien helfen, ebenso wie die Kontrolle des Temperaturprofils im unteren Ofenbereich. Manche Betriebe geben Zuschlag zu oder passen die Gichtbeschickung an, um die Sohle sauberer zu halten. Bediener überwachen das Salamanderwachstum durch die Beobachtung von Veränderungen im Abstichverhalten und in den Entwässerungsmustern des Metalls; plötzliche Verlangsamungen oder Unregelmäßigkeiten signalisieren, dass sich ein Salamander entwickeln könnte.
Der Name stammt vermutlich vom alten Glauben, dass Salamander im Feuer leben können. Arbeiter gaben dem hartnäckigen, harten Brocken diesen Namen, der unter Bedingungen zu bestehen schien, unter denen kein anderes Material überleben könnte. Der Begriff erscheint in der Praxis von Hochofen- und Gießereiwartung in englischsprachigen Ländern, wobei regionale Varianten existieren. Er steht im Vokabular der Ofenwartung neben ähnlichen Problemstoffen wie Skulls (Feuerfestaufbau in Schachtöfen) und Dogs (unregelmäßige Metallablagerungen in Gießkanälen).