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Textiltechnik

Abschnittwalze

Englisch: section beam

In der Kettherstellung eine Walze, die das Garn von den Spulen aufnimmt.

Kettenbaum: der Fadenspeicher des Warpmaschine

Ein Kettenbaum ist eine große zylindrische Trommel, die während des Kettungsvorgangs Garn aufnimmt und gleichzeitig Faden von mehreren Spulen aufnimmt, die auf einem Spulengestell angeordnet sind. Er sitzt im Herzen einer Warpmaschine und dreht sich langsam, während Garn unter kontrollierter Spannung auf ihn aufläuft. Der Baum baut konzentrische Lagen aus parallelem Garn auf, wobei jede Lage durch einen dünnen Teiler oder Distanzhalter getrennt ist, um zu verhindern, dass das Garn während des Aufwickelns seitwärts verrutscht.

Die Breite eines Kettenbaums liegt typischerweise zwischen 60 und 200 Zentimetern, je nach Produktionsaufbau der Fabrik und der Breite des zu webenden Gewebes. Garnstärke, Fasertyp und gewünschte Kettendichte bestimmen, wie viele Garnfäden gleichzeitig auf den Baum aufgeleitet werden, üblicherweise zwischen 100 und über 1000 einzelne Fäden. Der Baum selbst besteht normalerweise aus Gusseisen oder Stahl und ist dafür ausgelegt, den erheblichen Radialdruck zu bewältigen, wenn Tausende Meter Garn unter hoher Spannung angesammelt werden.

Kettenaufbau und Umlagerung

Wenn ein Kettenbaum seinen Zieldurchmesser, üblicherweise 1,5 bis 2,5 Meter, erreicht, ist die Kette fertig. Der Baum wird dann aus der Warpmaschine entnommen und zur Bestäubungs- oder Spulenstation transportiert, wo sein Garn durch direktes Aufspulen oder Schlichte auf einen Webstuhlbaum (oder Kettenbaum) übertragen wird. Einige Fabriken überspringen diesen Schritt, indem sie Warpmaschinen verwenden, die direkt auf Webstuhlbäume aufwickeln, aber Kettenbäume bleiben der Standard für Hochvolumen-Mehrfach-Kettproduktion, da sie das gleichzeitige parallele Aufwickeln mehrerer Bäume ermöglichen.

Die Spannungskontrolle ist beim Aufwickeln auf dem Kettenbaum entscheidend. Wenn die Spannung zu niedrig ist, rutscht das Garn zwischen den Lagen und verursacht Durchhang oder gerissene Fäden beim Weben. Ist sie zu hoch, kann sie empfindliche Fasern brechen oder deren Struktur verzerren. Moderne Warpmaschinen verwenden Tänzerrollen und elektronische Bremssysteme, um eine gleichmäßige Spannung über den gesamten Baumdurchmesser zu halten, selbst wenn die Baumoberfläche wächst.

Probleme entstehen, wenn das Garn ungleichmäßig aufläuft und weiche oder harte Stellen im Querschnitt erzeugt. Unausgewogenes Spulengestell, ungleiche Spulengewichte oder fehlerhafte Fadenleitungen führen dazu, dass das Garn unter unterschiedlichen Spannungen aufläuft, sichtbar als Bänder von lockerem oder festem Wickel. Verschmutzung oder Garnbruchstücke, die zwischen den Lagen stecken, können auch während der Schlichtung oder des Webens zu Pilling und Brüchen führen.

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