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Bahntechnik

Signalmast

Englisch: signal post

Ein Pfosten, auf dem ein oder mehrere Eisenbahnsignale montiert sind.

Signalmast: der Stahlmast, der die Signal am Gleis trägt

Ein Signalmast ist eine Tragkonstruktion, üblicherweise aus Stahl oder Gusseisen, die dazu dient, Eisenbahnsignale am Gleis zu tragen. Er hält Semaphorarmе, farbige Lichteinheiten oder moderne elektronische Signalköpfe in Höhen und Positionen, die Lokführer von heranfahrenden Zügen deutlich sehen können. Der Mast verankert den Signalmechanismus gegen Windlast, Vibrationen vorbeifahrender Züge und die Seitenkraft des Betätigungsmechanismus selbst.

Signalmaste variieren in Profil und Höhe je nach Funktion und Ort. Ein typischer Hauptstreckenmast kann 12 bis 16 Fuß hoch sein und zwei oder drei Signalköpfe tragen; Rangiersingale können niedriger und leichter sein. Der Mast wird entweder auf einer Betonfundament verschraubt, als Holzpfahl in das Schotterbett gerammt (historische Praxis) oder in eine Gusseisenbuchse gesetzt. Die Basis ist oft mit einer verschraubten Grundplatte oder einem patentierten Buchsensystem ausgestattet, um Entfernung und Umlagerung ohne umfangreiche Tiefbauarbeiten zu ermöglichen.

Konstruktion und Befestigungssysteme

Maste werden aus Walzstahlprofilen, Walzstahl-Trägern oder Rohren gefertigt, die wegen ihrer Biegesteifigkeit und Dauerfestigkeit ausgewählt werden. Der Signalkopf selbst wird mit einer Befestigung oder einem Arm an der Mastspitze verschraubt; der Betätigungsmechanismus, ob manuell oder motorgetrieben, sitzt entweder am Mast selbst oder auf einer separaten Struktur dahinter. Kabel- oder Stabzüge für das mechanische oder elektrische Steuersystem werden entlang des Mastes befestigt oder durch sein Inneres geleitet, falls er Rohrform hat. Ältere Maste haben oft gusseiserne Zierknäufe oder Abschlüsse; moderne sind schlicht und funktional.

Der Signalmast hat seinen Platz in der geographischen und betrieblichen Hierarchie der Eisenbahn. Hauptstreckenmaste, die mehrere Signalaspekte tragen können und hohen Belastungen durch schnelle Züge ausgesetzt sind, müssen strengere Anforderungen an Struktur und Sichtbarkeit erfüllen als Nebenstreck- oder Bahnhofsmaste. Maste in Tunneln, in scharfen Kurven oder an Steigungen stellen besondere Platzierungsherausforderungen dar und können Verstärkung oder spezielles Design erfordern. Der Mast selbst ist passiv; seine Integrität und Ausrichtung entscheiden direkt darüber, ob Lokführer die Signalangabe klar und rechtzeitig erkennen.

Ausfallarten sind Rost und Korrosion in Bodenhöhe, wo Feuchtigkeit im Schotter und Kontakt mit Schwellen korrosive Bedingungen schaffen, Ermüdungsrisse unter wiederholten Vibrationen, Stoßschäden durch fahrendes Material oder Wartungsfahrzeuge sowie Fundamentsetzungen oder Frosthub, die den Signalkopf ausrichten. Inspektions- und Wartungsprotokolle, einschließlich regelmäßiger Anstrich und Kontrolle in Bodenhöhe, sind unverzichtbar. Wenn Gleisbauarbeiten geplant sind, ist die Mastposition ein wichtiger Entwurfsmaßstab, denn das Versetzen eines Mastes kann eine Revalidierung des Signalsystems erforderlich machen.

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