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Bahntechnik

Rotfahrt

Englisch: signal passed at danger

Ein Eisenbahnereignis, bei dem ein Zug ohne Erlaubnis an einem Stoppsignal vorbeiführt.

Signal bei Gefahr passiert: unbefugtes Überfahren eines roten Signals

Ein Signal bei Gefahr passieren, oder SPAD, tritt auf, wenn ein Zug an einem Haltesignal vorbei fährt, das eine rote oder einschränkende Signalstellung zeigt, ohne eine klare Freigabe zum Weiterfahren erhalten zu haben. Das Haltesignal ist die letzte mechanische oder elektrische Sperre, die die Einfahrt in einen geschützten Gleisabschnitt kontrolliert. Es unbefugt zu passieren bedeutet, dass der Zug in einen Bereich einfährt, in dem sich Zugbewegungen kreuzen können, andere Züge verkehren oder Gleisarbeiten stattfinden, was unmittelbare Kollisionsgefahr schafft.

SPADs entstehen aus mehreren Gründen. Fahrtfehler, kurzzeitige Unaufmerksamkeit oder Fehleinschätzung des Bremswegs machen viele Fälle aus. Ungünstige Wetterbedingungen, Sonneneinstrahlung oder Signalverdeckung durch Gleisrandvegetation oder Bauwerke können die Sichtbarkeit verringern. Ausfälle in der Bremsanlage der Lokomotive oder schlechte Gleishaftung können verhindern, dass der Zug in der erforderlichen Strecke zum Stehen kommt. Auf manchen Strecken tragen Dauerbelastung und Signaldichte zu menschlichen Fehlern bei Unfällen bei.

Erkennung und Folgen

Moderne Eisenbahnsignalisysteme erkennen SPADs durch Gleisdetektoren an Haltesignalen oder durch fahrzeugseitige Überwachungssysteme, die die Signalstellung mit der tatsächlichen Position des Zuges vergleichen. Die Erkennung löst automatische Unfalluntersuchungen aus, Meldungen an die Eisenbahnverkehrssicherheitsbehörde und in der Regel eine Stellensperre des Fahrers bis zur Untersuchung. Auf überwachten Strecken erzwingen Automatic Train Protection (ATP) Systeme eine Strafbremsung, um den Zug vor oder unmittelbar nach dem Signal zum Stehen zu bringen.

Ein einzelner SPAD gilt als schwerwiegender Verstoß. Wiederholte Vorfälle führen zu Umschulung des Fahrers, Suspendierung oder Entlassung. Der Vorfall wird in der Personalakte des Fahrers vermerkt und fließt in die umfassendere Sicherheitsanalyse für diese Signalanlage, Gleisgeometrie oder Betriebsverfahren ein. Der Begriff ist ausschließlich in britischen und Commonwealth-Eisenbahnen gebräuchlich; andere Regionen verwenden andere Bezeichnungen wie Signalverletzung oder Rotlichtverstöße.

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