Knabbelung
Englisch: skiffling
Grobe Vorbereitung durch Abschlag von Buckeln oder Unebenheiten.
Skiffling: Abschlag von Erzbrocken vor der Verarbeitung
Skiffling ist das erste Zerbrechen oder Zurechtschlagen von Roherz und Mineralproben durch Handschlag, um vorstehende Knollen, Kristalle und unregelmäßige Auswüchse vor dem Eintritt in formale Brech- oder Mahlkreisläufe zu entfernen. Ein Arbeiter schlägt mit einem kleinen Hammer oder einer Spitzhacke auf die Oberfläche des frisch gewonnenen Gesteins, ebnet Unebenheiten ein und schlägt Anhaftungen von taubem Nebengestein ab, ohne das Erz selbst zu zermalmen. Das Ziel ist, die Stückgröße zu vereinheitlichen und frische Bruchflächen für bessere Bewertung und nachgelagerte Verarbeitung freizulegen.
Der Begriff erscheint im Hartgesteinbergbau und bei der Edelsteingewinnung, besonders dort, wo Erz vor dem Eintritt in mechanische Mühlen von Hand sortiert oder zurechtgehauen wird. Es unterscheidet sich von formales Brechen, das in Mühlen und Backenbrecher in größerem Maßstab erfolgt; Skiffling wird am Gewinnungsort durchgeführt, häufig an der Abbaufläche oder in einem kleinen Aufbereitungsbereich. Die Arbeit eignet sich für faserige, spröde oder schwach verfestigte Mineralien, die unter gezielten Schlägen vorhersehbar zerbrechen. Dichtes, zähes Erz erfordert formale Brechausrüstung statt Handarbeit.
Herkunft des Namens und Position im Arbeitsablauf
Das Wort leitet sich von der scharfen, leichten Schlagbewegung selbst ab, verwandt mit Skiffing oder Skiff, was einen leichten Schlag oder einen Kratzer bedeutet. Es ist grobe Arbeit, keine Präzisionsbearbeitung; der Arbeiter zielt auf Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit ab, nicht auf Form oder Oberfläche. Skiffling nimmt im modernen Bergbau einen unbequemen Platz ein: zu arbeitsintensiv für Großtonnagenoperationen mit elektrischen Schaufeln und Brecheranlagen, aber noch angewendet in handwerklichen, Alluvial- und kleinmaßstäblichen Edelsteingewinnungen, wo das Erzaufkommen niedrig ist und Handauswahl bereits übliche Praxis ist.
Häufige Probleme sind der Verlust feiner Erzpartikel durch unbedachte Schläge, Überbrechen, das die Probenintegrität beeinträchtigt, und wiederholte Belastungsverletzungen beim Arbeiter. Die Technik ist arbeiterabhängig; Konsistenz hängt von Geschick und Ermüdungskontrolle ab. Im Industriebergbau wurde dieser Schritt größtenteils durch Sieb- und Spülsysteme ersetzt, aber in Explorationsarbeit, Museumskuratur und handwerklicher Gewinnung bleibt er eine anerkannte erste Stufe der Erzaufbereitung.