Flöz
Englisch: smut
Minderwertige, weiche Kohle mit Beimengungen von Gesteinsmaterial, die unmittelbar im Bereich von Störungen vorkommt.
Smut: Kohleverschleiß, den man an Störungszonen nicht vermeiden kann
Smut ist abgebaute Kohle schlechter Qualität, die in Flözen neben geologischen Störungen vorkommt. Sie unterscheidet sich vom normalen Kohleflözmaterial durch ihre Weichheit, höhere Brüchigkeit und starke Verschmutzung mit Erde, Ton und anderen nicht brennbaren Stoffen. Wo eine Störung das Kohleflöz versetzt oder zerbrochen hat, bauen mechanische Spannungen und Grundwasserbewegung die Kohlestruktur ab und vermischen sie mit umgebendem Gestein und Boden, wodurch dieses unbrauchbare Material entsteht.
Die Bezeichnung stammt vom schmierigen, staubigen Charakter des Materials. Anders als saubere Kohle, die in brauchbare Brocken zerbricht, zerfällt Smut zu Pulver und feinen Partikeln, die Hände und Maschinen beschmutzen. Sie ergibt beim Verbrennen zu viel Asche und enthält zu wenig Kohlenstoff in fester Form, um Förderungs- und Transportkosten zu rechtfertigen. Bergleute stoßen auf Smut als Verschleißzone oder Band, das sich durch ansonsten abbaubares Material zieht, typischerweise einige Zentimeter bis mehrere Meter beiderseits der Störungslinie ins Flöz hinein.
Smut bei der Förderung bewältigen
Zechen behandeln Smut, indem sie ihn entweder in Platz lassen oder in den Kohlestrom verdünnen, falls eine Gewinnung unvermeidbar ist. Tiefe Flöze mit zahlreichen und ausgedehnten Störungen können unwirtschaftlich werden, wenn Smutbänder dick oder häufig sind. Oberflächenabbaubetriebe können erhebliche Zeit und Kosten für die Entfernung von Smut-Abraum aufwenden, um bessere Kohle darunter zu erreichen. Das Material muss als Bergbauabfall entsorgt werden, nicht als Kohleprodukt verkauft.
Smut tritt auch bei Kohlebrecher- und Feinkohlehandhabung auf, wo er sich auf die feinste Staub- und Schmutzkomponente bezieht, die beim Sieben von Stückkohle abgetrennt wird. In diesem Zusammenhang ist es eher ein Verarbeitungsnebenprodukt als Gestein, aber der Begriff spiegelt dieselbe schlechte Qualität und niedriger Heizwert wider. Manche Betriebe verbrennen Feinkohle und Smut in Bergwerkskraftwerken, wenn Entsorgungskosten den Brennstoffwert übersteigen, aber die meisten modernen Betriebe lehnen ihn ganz ab.